Staatliche Schlösser und Gärten Baden‑Württemberg
Kommen. Staunen. Geniessen.
Schloss Heidelberg, Marlene Dietrich, April 1945, historisches Foto

Schloss Heidelberg, Marlene Dietrich, April 1945, historisches Foto„Schloss – Fiktion – Mythos: Macht der Medien im 20. Jahrhundert“

Die wissenschaftliche Tagung „Schloss – Fiktion – Mythos: Macht der Medien im 20. Jahrhundert“ findet im Schloss Heidelberg am 10. und 11. November 2027 statt. Die Fachleute beleuchten, wie Burgen und Schlösser im 20. Jahrhundert in verschiedenen Medien dargestellt wurden. Bis 30. November können Beiträge eingereicht werden.

Barockschloss Mannheim, Schlossmuseum, historisches Foto

Raum im Schlossmuseum Mannheim.

Burgen und Schlösser in Film und Medien

In den Vorträgen geht es um die Funktion von Schlössern und Burgen als Kulisse sowie um den Einfluss medialer Bilder auf die öffentliche Wahrnehmung, die Denkmalpflege und die Nutzung dieser Orte. Betrachtet werden Produktionen von der frühen Filmgeschichte über nationalsozialistische Propaganda bis zur Unterhaltungskultur der Nachkriegszeit. Auch künstlerische, performative und kuratorische Inszenierungen, die zur Konstruktion von „Schlossbildern“ beitragen, werden berücksichtigt. 

Schloss Bruchsal, Galeriezimmer, historisches Foto

Galeriezimmer im Schloss Bruchsal in einer historischen Fotografie von 1942.

Call for Papers – Aufruf zu Tagungsvorträgen

Für die Tagung können noch bis 30. November 2026 Vorträge eingereicht werden. Willkommen sind Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen zu Themen rund um Film- und Fernsehproduktionen, künstlerische Inszenierungen und deren Einfluss auf Öffentlichkeit, Nutzung und Erhalt historischer Orte. Die Vorträge sollten mit circa 30 Minuten und einer 15 minutigen Diskussionszeit geplant werden. Sie können auf Deutsch oder Englisch gehalten werden. Benachrichtigungen über die Annahme der Beiträge erfolgen bis 14. Februar 2027.

Residenzschloss Ludwigsburg, Charles de Gaulle

Charles de Gaulle hält 1962 seine „Rede an die deutsche Jugend“ im Ludwigsburger Schloss.

Interessante Schlossbiographien zum Nachlesen

Die Tagung ist Teil des aktuellen Forschungsprojektes „Staatliche Schlösser im 20. Jahrhundert als Spiegel des gesellschaftlichen und politischen Wandels“, organisiert von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen (AGDS). Auf der Wissensplattform des Projektes entstehen nach und nach Biographien zur Geschichte und Nutzung einzelner deutscher Schlösser im 20. Jahrhundert mit interessanten historischen Fotos. Dazu gehören unter anderem Schloss Ludwigsburg, Schloss Mannheim, Schloss Heidelberg und Schloss Mergentheim. 

Schlösser im 20. Jahrhundert als Forschungsprojekt

Die Geschichte der deutschen Schlösser endete nicht mit dem Untergang der Monarchien 1918. Ihre wechselvolle Entwicklung im 20. Jahrhundert erforschen 15 Partnerinstitutionen der AGDS in einem sechsjährigen Gemeinschaftsprojekt. Tagungen und eine stetig wachsende Wissensplattform bündeln Texte, Bilder, Quellen und Daten zu den staatlichen Schlösserverwaltungen sowie zu einzelnen Monumenten und machen so die Ergebnisse für Fachwelt und Öffentlichkeit zugänglich.

Residenzschloss Rastatt, Soldaten im Ehrenhof, historisches Foto
Kriegsverbrecherprozess in Rastatt, Eröffnung der Verhandlungen

Das Residenzschloss bei Kriegsende: Einmarsch von Soldaten im Ehrenhof. 1946 begannen die Strafverfahren gegen die Täter kleinerer Konzentrationslager in Württemberg – Eröffnung einer Verhandlung im Ahnensaal.

Service

„Schloss – Fiktion – Mythos. Die Macht der Medien im 20. Jahrhundert“

Interdisziplinäre Tagung 

Termin

Mittwoch, 10. und Donnerstag, 11. November 2027

Veranstaltungsort

Schloss Heidelberg

Veranstalter der Tagung

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg und der Direktion Burgen – Schlösser – Altertümer der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg und der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH

Einreichung von Beiträgen

Bis 30. November 2026 können Themenvorschläge als Abstract mit max. 500 Zeichen auf Deutsch oder Englisch und einem kurzen Lebenslauf an florian.hasenknopf@gdke.rlp.de gesendet werden. Die ausgewählten Referentinnen und Referenten werden bis zum 14. Februar 2027 informiert. Im Falle einer Zusage werden die Fahrt- und Übernachtungskosten gemäß dem Reisekostengesetz des Landes Baden-Württemberg übernommen. Zudem steht eine Aufwandsentschädigung von 300 Euro zur Verfügung.

Tagungspauschale

90,00 € Erwachsene
50,00 € für Studierende und Promovierende