Kommen. Staunen. Geniessen.

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Kostümierter Gästeführer im Schlossgarten Schwetzingen;  Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert
Teil des Hofzeremoniells

Zerstreuung im Garten

Eine Sommerresidenz: leichtlebiges Arkadien, gebautes Paradies, geschaffen für die Künste. In den fürstlichen Gärten waren Theateraufführungen, Freiluftkonzerte und Kammermusik immer beides zugleich – individuelles Vergnügen und aufwendige Repräsentation.

Schlossgarten Schwetzingen, Aufführung beim Apollotempel; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ursula Wetzel

Auch heute als Bühne genutzt.

Naturtheater

Der ganze kurfürstliche Garten der Schwetzinger Sommerresidenz ist die Kulisse für eine Inszenierung als Musenhof. Strahlender Mittelpunkt der Gesamtkomposition ist der Apollotempel mit dem Naturtheater. Vor einem eindrucksvollen Bühnenprospekt liegt die Hauptbühne als flach ansteigende Ebene. Erstmals bespielt wurde das Naturtheater an Pfingsten 1775 im Rahmen eines „Festes im Hain des Apollo“. Anlass zu der Feier war die Genesung des Kurfürsten Carl Theodor von einer schweren Krankheit.

Der Zirkelbau im Schlossgarten Schwetzingen; Foto:  Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Eberhard Späth

Südlicher Zirkel im Schlossgarten.

Festliche Konzertsäle für berühmte Musiker

Die Musiker der damals berühmtesten Hofkapelle Europas kamen jedes Jahr als Teil des Mannheimer Hofstaates in die Sommerresidenz Schwetzingen. Hier fanden sie festliche Räume vor: Einer von ihnen war ein reich dekorierter Saal im südlichen Zirkelgebäude, der als Konzertsaal diente. Regelmäßig fanden hier „Musikalische Akademien“ statt. 1763 erhielt der siebenjährige Wolfgang Amadeus Mozart die Gelegenheit, sein Können vor den „churfürstlichen Herrschaften“ zu präsentieren: Seitdem trägt der Raum den Namen „Mozartsaal“.

Das Badhaus in Schwetzingen;   Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Das Badhaus in Schwetzingen.

Kurfürstliche „Wellness-Oase“

Heute stellt man sich unter einem Badhaus einen „Wohlfühlort“ vor. Das war es auch zur Zeit des Kurfürsten Carl Theodor, aber es war noch mehr: Das Badhaus war ein privater Rückzugsort mit einem eigenen kleinen Garten – geschaffen nur für den Kurfürsten und wenige ausgesuchte Freunde, die mit ihm dort musizierten, lasen und diskutierten. In seinem abgelegenen Domizil konnte der Kurfürst ein zwangloses Leben führen, sich von anstrengenden Regierungsgeschäften erholen und ab und zu ein Entspannungsbad nehmen.

Fest im Schlossgarten Weikersheim; Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg, Petra Schaffrodt

Üppige Feste im Schlossgarten lassen sich auch heute noch feiern.


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