Kommen. Staunen. Geniessen.

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Kloster Bebenhausen, Kreuzgarten; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Christoph Hermann
Nützlich oder nur schön

Gartentypen

Ringsum von einer hohen Mauer geschützt oder mit freiem Blick in die Landschaft? Nur schön oder auch nützlich? Gärten gibt es viele – und durch die Jahrhunderte wechselt das Ideal. Die Vielfalt der historischen Gärten ist groß und alle tun sie mit ihrer Schönheit der Seele wohl.

Kloster Maulbronn. Kreuzgarten; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Peter Braun

Im Frühjahr besonders schön.

Stilles Grün im Kreuzgang

Ein Bild des tiefen Friedens: Das ist es, was man in den Kreuzgärten der alten Klöster antrifft. Geschützt und bewahrt von den Mauern des Klosters, gerahmt von den gleichmäßigen Bögen der vier Flügel eines Kreuzgangs und bewacht vom hohen Dach der Klosterkirche: Der Kreuzgarten liegt mitten im Herzen eines Klosters. Im Schutz der Klostermauern gedeiht so manches, etwa ein alter Magnolienbaum in Maulbronn oder zarte Rosen. Gemeinsam ist den Kreuzgärten die gleichmäßige Symmetrie – da wird man ganz ruhig.

Oberburg von Burg Rötteln; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Steffen Hauswirth

Romantisch bewachsen.

Blühende Mauern in wehrhaften Burgen

Burgen wurden nicht in erster Linie nach Gesichtspunkten von Schönheit oder gar Komfort erbaut. Sie mussten Angriffen standhalten und gut zu verteidigen sein. Oft wurden sie auf engen Flächen errichtet, etwa auf einem Bergsporn, und immer waren sie von wehrhaft hohen Mauern umzogen. Die Gärten, die dort gepflegt wurden, waren klein. Mehr Grün gab es außerhalb der Kernburg: Küchen- und Wirtschaftsgärten versorgten die Burgküche mit Kraut und Rüben, Obst und Gemüse.

Schloss Weikersheim, Küchengarten; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Mit Kohl und Kräutern.

Schönheit der Küchengärten

Zu jedem prächtigen Schlossgarten gehörte ein ebenso prächtiger Küchen- und Wirtschaftsgarten: Die vornehmen Küchen wollten versorgt werden! Hier wuchsen oft besondere Früchte, die es sonst nirgendwo im Land gab, Gewächshäuser schützten Exoten vor den kalten Wintern. Wassermelonen und Orangen wurden hier gezogen, aber auch Äpfel, Birnen, Aprikosen oder Trauben. Der Garten von Schloss Weikersheim gibt einen Eindruck vom Reichtum dieser alten Küchengärten, nützlich und schön zugleich.

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Perfekt: Gebäude und Garten.

Traumgärten für fürstliche Fantasien

Immer ganz groß gedacht – das sind Schlossgärten. Sie waren untrennbar verbunden mit dem Schloss, ebenso sorgfältig komponiert und entworfen wie das Schloss selbst. Und so wie man sich heute beim Spaziergang durch die Schlossgärten von Schwetzingen oder Weikersheim in paradiesische Fantasien verlieren kann, so träumten auch die Herren der Gärten im 18. Jahrhundert: Hier herrschten sie über alles, sogar über die Natur, die sich perfekt gezähmt vor ihnen ausbreitete.

Schloss Solitude; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Weitläufige Wiesen und Wälder prägen heute die Umgebung von Schloss Solitude und laden zum Spaziergang ein.

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