Kommen. Staunen. Geniessen.

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Schloss Favorite Rastatt, Schlossgarten; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andrea Rachele
Geschmack ist wandelbar

Gartenstile

In jedem Jahrhundert sahen Gärten anders aus: Ob festliche Harmonie eines barocken Schlossgartens oder romantische Ausblicke durch mächtige Bäume in Wiesentäler. Wo so sonst kann man einfach beim Spazierengehen in lang vergangene Epoche eintauchen?

Kloster Hirsau; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Relikte mittelalterlicher Pracht.

Paradiese des Mittelalters

Wie Gärten des Mittelalters aussahen, wissen wir – auch wenn sich kein einziger erhalten hat. In Gemälden, Stichen, Wirkteppichen und Stickereien hat sich ihr Bild erhalten. Sie waren stets geschützt und eingefriedet. Innerhalb von Mauern oder Zäunen wuchsen weicher Rasen, zarte Blumen und Heilpflanzen, klares Quellwasser speiste einen Brunnen – ein geschütztes Paradies in der Wildnis der Welt. Viele der damals beliebten Pflanzen sind heute noch bekannt, zum Beispiel Akelei, Rose, Gänseblümchen oder Madonnenlilie.

Gemälde des Hortus Palatinus von Schloss Heidelberg, unbekannter Meister um 1600; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Lutz Hecker

Als „achtes Weltwunder“ gerühmt.

Gärten wie vom Goldschmied

Festlich und kunstvoll: Gärten der Renaissance wie der berühmte Hortus Palatinus in Heidelberg waren große Kunstwerke. Raffiniert erdachte Labyrinthe, geheimnisvoll dunkle Grotten, dazwischen figurenreiche Brunnen, die ihre silbernen Strahlen in den Himmel sprühen: Betrachtet man die Bilder von Gärten aus der Renaissance, wirken die gemauerten Beete mit ihren dekorativen Pflanzen eher so, als hätte ein fantasievoller Goldschmied sie sich erdacht – so kunstvoll sind diese Gärten.

Schlossgarten Weikersheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Klare Struktur des Barockgartens.

Bühnen für den Hof

Symmetrisch und prächtig – so präsentieren sich heute noch die barocken Gärten, die sich bei den großen Schlössern erhalten haben. Beim Spazieren durch sorgsam bepflanzte Rabatten und gestutzte Alleen staunen heutige Menschen über die Kunst der Gärtner: Da bilden sich aus geschnittenen Hainbuchen die gleichmäßig runden Bögen eines Laubenganges, dunkelgrüne Eiben bilden Pyramiden. Das war die Freiluftbühne für das Leben des Hofes – und die Gärtner verwandelten die Natur in elegante Kulissen!

Schlossgarten Favorite Rastatt; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Malerisch platziert.

Natürliche Kunst und romantische Freiheit

Malerische Gruppen mächtiger Bäume, sanfte Wiesen, romantische Ausblicke in liebliche Täler – Landschaftsgärten begeistern durch ihre natürliche Harmonie und Schönheit. Erfunden wurde diese Gartenkunst des Understatement in England, dem Land, das heute noch für sein gärtnerisches Know-How berühmt ist. Natürlichkeit war die oberste Devise – wer mehr über diese Gärten weiß, erkennt jedoch, wie hier die hohe Kunst der Gärtner die schönsten Landschaftsgemälde in der Realität entstehen ließ.

Schlossgarten Schwetzingen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ursula Wetzel

Romantisches Plätzchen im Schwetzinger Schlossgarten.

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