Kommen. Staunen. Geniessen.

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Schlossgarten Schwetzingen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ursula Wetzel
Für die Zukunft instand halten

Gartenpflege

Wissen, Arbeit und Leidenschaft: Der Erhalt und die mühevolle Pflege von historischen Gärten erfordert viel Aufmerksamkeit. Dabei steht an oberster Stelle, soweit wie möglich zum Originalzustand zurückzukehren, um damit allen Besuchern bei ihren Spaziergängen durch die wertvollen Gärten deren Geschichte näher zu bringen.

Residenzschloss Rastatt und Schlossgarten; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Lutz Hecker

Mit Wissen und Arbeit zur Pracht.

Mit Blick auf die Geschichte

Der historische Garten lässt sich bei der Pflege nicht genau wie der heimische Garten pflegen: Ein breites Wissenüber die Geschichte des Gartens mit seinen Denkmälern ist die Grundvoraussetzung für die richtige Pflege. Die natürliche Vegetation muss zurückgehalten werden, indem Sichtachsen, Blickbeziehungen und Wiesen durch gezieltes Zurückschneiden der Pflanzen und Rasenmähen beibehalten werden – in steiler Lage übernimmt das auch mal eine Ziege oder ein Schaf!

Schlossgarten Favorite Rastatt; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Der Baumbestand wird geschützt.

Wiederkehrende Herausforderungen

Ist eine bestimmte Pflanzenart nicht mehr vollständig zu retten, so muss auf würdigen Ersatz zurückgegriffen werden. Dabei soll die neue Pflanze dem Original möglichst nahe kommen, um den historischen Garten in seiner Form zu erhalten. In Rastatt-Favorite standen einst prächtige Ulmen in einer langen Allee. Das aktuelle „Ulmensterben“ veranlasste die Gärtner allerdings dazu, den Laubengang mit Linden wiederherzustellen. Damit wird der Garten grundsätzlich in seine historische Form gebracht, jedoch mit den nötigen Veränderungen.

Der Vergangenheit auf der Spur

Auch in einem historischen Garten gibt es Neuerungen: Finden Gartenarchäologen alte Wege, so werden sie mühevoll ausgegraben, um dem damaligen Zustand noch ein Stück näher zu kommen. Durch eine deutlich erkennbare Neuanlage wird allen Besuchern ein Eindruck des historischen Gartens aus vergangener Zeit gegeben. In Schloss Weikersheim wird derzeit der Rosengarten auf Grundlage von Plänen des Hofgärtners Matthäus Lebl aus dem Jahre 1863 Schritt für Schritt wiederhergestellt. 

Historischer Plan des Weikersheimer Rosengartens; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Hartmut Troll

Entwurf für den Weikersheimer Rosengarten von Matthäus Lebl.

Gärtner im Schlossgarten Schwetzingen; Foto: Petra Pechacek

Viel Handarbeit erforderlich.

Alltägliche Arbeit

Jeden Tag fallen wichtige Arbeiten im Garten an: Regelmäßiges Gießen, entweder mit Bewässerungssystemen oder im Sommer auch eigenhändig, gehört dazu. Wichtige Entscheidungen über Lebenserhaltungsmaßnahmen einer nicht mehr zu rettenden Pflanze müssen getroffen werden. Die Artenvielfalt ist in historischen Gärten sehr hoch, sie soll deswegen möglichst aufrecht erhalten werden. Denkmäler und Skulpturen müssen vor der Witterung geschützt werden, sodass sie fachmännisch eingepackt werden, damit sie keinen Schaden nehmen.

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