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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Jung Kommunikation GmbH
Gartentipp im Mai

Küchenkräuter selber

pflanzen

Ob in Salat, Soßen oder Cocktails: Frische Kräuter geben das gewisse Etwas. Damit man leckere Würzkräuter jederzeit zur Hand hat, ist ein eigener Kräutergarten sehr praktisch. Wie herzhafte Küchenkräuter am besten gedeihen, kann man im Kräutergarten in Bebenhausen erfahren.

Kloster Bebenhausen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

Aussicht auf Kloster Bebenhausen.

Wissen aus dem Klostergarten

Zu einem richtigen Kloster gehört ein Kräutergarten! Hier pflanzten die Nonnen und Mönche Gemüse und Gewürze an. Gesundes wie etwa Heilkräuter fand sich stets in der Klosterapotheke. Jahrhundertelang sammelten die Klöster das Wissen darüber an. Im ehemaligen Zisterzienserkloster in Bebenhausen wurde bei der Klosterkirche diese Tradition mit einem Kräutergarten wiederbelebt, sodass Hobbygärtner hier aus dem reichen Wissensfundus schöpfen können.

Zwei Klostermönche; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Janna Almeida

Die Mönche wahren ihr Wissen.

Grosse Kräutervielfalt für jeden Geschmack

Kräutergärten sind nicht nur nützlich, sondern auch lehrreich. Thymian etwa schmeckt nicht nur als gesunder Tee, sondern auch zu sommerlichen Gerichten. Salbei, Lavendel, Ringelblume, Minze und Zitronenmelisse sind Kräuter aus dem Klostergarten, die gut zu Hause im Garten und auf dem Balkon gedeihen. Die Klassiker Schnittlauch und Petersilie, aber auch Dill und Brunnenkresse eignen sich zur Anzucht im Topf – mediterrane Kräuter, etwa Oregano, fühlen sich dort vor allem im Winter besonders wohl.

Kräutergarten in Bebenhausen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Bebenhausen

Der Kräutergarten in Bebenhausen.

Das richtige Gefäss

Gekaufte Kräuter sollte man stets in Töpfe umbetten, in denen sie Platz haben. Für Petersilie, Thymian und Schnittlauch eignen sich Gefäße bis zu 20 cm Durchmesser. Größere Sorten wie Rosmarin, Lavendel und Lorbeer benötigen dagegen mehr Platz. Locker gefüllte Erde und genügend Abflusslöcher lassen sie besonders gut gedeihen. Wichtig: Jede Sorte braucht ihr eigenes Gefäß. Kleine Körbchen oder Töpfe aus Terrakotta und Keramik machen die Kräuter im Garten und auf dem Balkon zu einem Hingucker.

Ein Rosmarin-Strauch; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Maulbronn

Rosmarin darf nicht fehlen.

Kräuter mit verschiedenen Bedürfnissen

Kräuter brauchen optimalerweise fünf Sonnenstunden täglich – am besten auf Balkon oder Terrasse, wo sie windgeschützt sind. Kräuter im Topf müssen außerdem öfter gegossen werden als Gartenkräuter – bei beiden aber das Düngen nicht vergessen. Die Zimmertemperaturen sollten durchschnittlich bei mindestens 18 Grad liegen. Sonnenhungrige Kräuter sollten möglichst immer an einem Südfenster stehen und die Sorten, die es lieber kühler und schattiger mögen, sehen lieber die anderen Himmelsrichtungen an.

TIPP

Ein Extratipp
Mediterraner Hauch in der eigenen Küche

Manche Gewürzpflanzen sind immergrün: etwa der Thymian. Die Thymianblättchen zaubern deshalb das ganze Jahr über Mittelmeerstimmung in die Küche. Und nebenbei sind sie auch gesund: Thymiantee ist ein traditionelles Heilmittel bei Husten und Halsbeschwerden. Das wussten auch schon die Mönche!

Kloster und Schloss Bebenhausen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

Auch um das Kloster gibt es reichlich Platz für Kräuter.

TIPP

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