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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Jung Kommunikation GmbH
Gartentipp im September

Kernobst richtig

ernten

Tiefer stehende Sonne, erste Blätter fallen: Der Herbst klopft an. Eine schöne und arbeitsreiche Zeit im Schlossgarten beginnt. Um Bäume nicht zu schädigen und Früchte richtig einzulagern, gilt es auch im heimischen Garten manches zu beachten.

Schloss Weikersheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Obstbäume im Schlossgarten Weikersheim.

Ernte- und Pflanzzeit im Schlossgarten

Etwas versteckt, abseits des Lustgartens, liegt der Obstgarten von Schloss Weikersheim. Hier stehen etwa 60 Bäume: Birnen, Äpfel, Reineclauden, Zwetschgen, Quitten und dazu Weinreben, durchweg Sorten mit viel Tradition. Etwa der Öhringer Blutstreifling, ein Tafelapfel, oder die Portugiesische Birnenquitte. Wann Kernobst wirklich reif ist, wie es richtig geerntet und eingelagert wird, weiß Schlossgärtnerin Sandra Martin. Sie erklärt auch, wann mit dem Setzen neuer Obstbäume begonnen werden kann.

Birnen; Foto: Pixabay, gemeinfrei

Birnen pflückt man kurz vor der Reife.

Sorgfältiges Ernten ermöglicht längeres Lagern

Möchte man Obst einlagern, sollte man nicht bis zur Genussreife mit dem Ernten warten. Hellt sich die Frucht auf und lässt sich der Stiel leicht vom Ast drehen, sind die Früchte pflückreif. Gepolsterte Erntekörbe und vorsichtiges Ablegen beugen Druckstellen vor. Außerdem sollte nur bei trockenem Wetter geerntet werden, um Schimmelbefall vorzubeugen. Die verschiedenen Obstorten lagert man getrennt an einem kühlen, dunklen Ort. Äpfel strömen Ethylen aus, das den Reifeprozess anderer Früchte fördert.

Äpfel unter einem Baum; Foto: Pixabay, gemeinfrei

Fallobst ist für Schädlinge ein gefundenes Fressen.

Fallobst regelmässig entfernen

Um Schädlinge fern zu halten und Krankheiten vorzubeugen, ist es wichtig, herabgefallenes Obst regelmäßig zu entfernen. Abgefallene Äpfel enthalten häufig die Larve des Apfelwicklers. Beseitigt man diese nicht, vollendet sie ihren Kreislauf, verpuppt sich und vermehrt sich im nächsten Jahr. Hilfreich bei viel Fallobst ist ein um den Baum gelegtes Tuch. Das Obst kann darauf fallen und leichter eingesammelt werden. Wichtig: Faulendes Obst nicht auf den Kompost, sondern besser in die Biotonne geben.

Schlossgärtnerin Sandra Martin im Garten von Schloss Weikersheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Die Obstbäume müssen jetzt ausgelichtet werden.

Auslichten alter und Setzen neuer Obstbäume

Sind die Obstbäume abgeerntet, kontrolliert man sie auf beschädigte Äste und Zweige. Besonders ältere Obstbäume lichtet man nun aus, um Windanfälligkeit und Krankheiten vorzubeugen. Für neue Bäume ist die Herbstzeit die beste Pflanzzeit. Wichtig ist es, den Obstbaum bald nach dem Kauf zu pflanzen, damit er nicht austrocknet. Bevor der Baum gesetzt wird, sollten die Wurzeln beschnitten werden, um das Verzweigen anzuregen. Der junge Baum braucht ein Loch, das doppelt so tief ist wie sein Wurzelwerk.

TIPP

Extratipp: Flecken vorbeugen mit einem einfachen Hausmittel
Fleckigen Händen beim Ernten beugt man vor, indem man sich die Hände vor dem Pflücken des Obstes gründlich mit Essig abreibt.

Obstgarten im Garten von Schloss Weikersheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Alte und junge Bäume wachsen im Obstgarten von Schloss Weikersheim.

TIPP

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