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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Jung Kommunikation GmbH
Gartentipp im November

Herbstlaub sinnvoll

versorgen

Auch an Spätherbsttagen im November gibt es im Garten noch einiges zu tun: Der Schlossgärtner von Schloss Favorite Rastatt weiß, warum der vorletzte Monat des Jahres geeignet ist, sich um Winterschutzmaßnahmen und das letzte Herbstlaub zu kümmern.

Herbst im Garten von Schloss Favorite Rastatt; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Rastatt

Noch ist an manchen Bäumen Laub.

Der Schlossgarten von Favorite Rastatt

Der Garten von Schloss Favorite Rastatt ist das Ergebnis einer landschaftsgärtnerischen Mode des späten 18. Jahrhunderts: Hofgärtner Johann Michael Schweyckert gestaltete den barocken Lustgarten in einen englischen Landschaftsgarten um. Zwischen Reihen aus Bäumen und kleineren Wäldern beeindruckt er mit weiten Rasenflächen, sich windenden Wegen und Flussläufen. Was im Herbst mit dem Laub gemacht werden sollte und wie der Garten winterfest gemacht wird, weiß Kai-Uwe Vonderschmitt, der zuständige Schlossgärtner.

Schlossgarten Favorite Rastatt; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Rasenflächen müssen vom Laub befreit werden.

Laub als Nährstoff und Schutz im Garten

Rasenflächen sollten vom Laub befreit werden, denn auf Dauer sind Blätter auf dem Gras schädigend. Am besten man zerkleinert das trockene Laub durch Überfahren mit dem Rasenmäher. Das zerkleinerte Laub wird von Regenwürmern und anderen Bodenkriechern zersetzt. Auf einer Wiese oder unter Bäumen kann Laub einfach liegen bleiben: Hier bietet es Schutz und Nährstoffe für Pflanzen, deren natürliches Habitat der Wald oder der Waldrand ist. Unter der Blätterschicht blühen sie auf und fühlen sich wie zu Hause.

Blätter beim ersten Frost; Foto: Pixabay, gemeinfrei

Vor dem ersten Frost muss das Laub verteilt werden.

Laubmulch schützt frostharte Pflanzen

In Steinbeeten muss Laub entfernt werden, um Unkräutern vorzubeugen. Entferntes Laub kann im Garten verwertet werden: Langsam verrottende Blätter, etwa von Eiche oder Walnuss, setzen Säure frei und bieten deshalb für Moorbeetpflanzen wie Heidekraut oder Rhododendron den idealen Dünger. Frostharte Pflanzen, ob im Kübel oder im Gartenboden, freuen sich über eine wärmende Schicht. Bleiben Blätter übrig, können sie oberflächig in Beete eingearbeitet werden. Wer kein Laub hat, kann Kokosmatten oder Stroh als Frostschutz einsetzen.

Igel im Laub; Foto: Pixabay, gemeinfrei

Igel fühlen sich im Laub wohl.

Mit einem Laubhaufen kann man Wildtiere schützen

Zu viel Ordnung im Garten muss nicht sein: Denn ein großer Laubhaufen in einer geschützten Gartenecke ist ein aktiver Beitrag zum Schutz von Wildtieren. Er ist für Insekten, Erdkröten, Grasfrösche und Igel eine wichtige Hilfe, um gut geschützt über den Winter zu kommen. Damit das Laub bei Wind nicht durch die Gegend fliegt, ist ein Abdecken mit Zweigen hilfreich. So ein Platz ist nicht nur im Winter angebracht, sondern dient das ganze Jahr über als Obdach.

Winterquartiere für Igel einrichten

Ab Mitte November gehen Igel in den Winterschlaf. Mit einer umgedrehten Obstkiste, Reisig und Herbstlaub lassen sich behagliche Winterquartiere für die Gartenbewohner einrichten. Die Unterschlupfe sollten während des Winterhalbjahres nicht mehr umgesetzt werden, denn die schlafenden Tiere reagieren bei Störungen nicht und können nicht fliehen.

Schloss Favorite Rastatt; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Rastatt

Schloss Favorite Rastatt beim ersten Frost.

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