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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Jung Kommunikation GmbH
Gartentipp im Oktober

Frühjahrsbeete planen

und vorbereiten

Die Tage werden kürzer und kühler. Für die Gärtner des Schlossgartens Schwetzingen bedeutet das jedoch keinesfalls Ausruhen: Im Oktober werden die Rabatten auf das Frühjahr vorbereitet. Bis zum ersten Frost müssen Frühjahrsblüher wie Tulpen, Narzissen und Krokusse gesetzt werden.

Schlossgarten Schwetzingen; Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg, Petra Schaffrodt

Im Frühling wächst, was im Herbst geplant wurde.

Der Schwetzinger Garten als Ganzjahreserlebnis

Der berühmte Garten der Kurfürsten verbindet mehrere Epochen, die strenge geometrische Eleganz der französischen Gärten – und die Romantik der englischen Landschaftsgärten.Das braucht Spezialisten mit vielfältigen Kenntnissen! Im Herbst werden die prachtvollen Rabatten des Kreisparterres auf das Frühjahr vorbereitet. Wie man vorgeht, um im heimischen Garten ebenfalls vielfarbig leuchtende Beete von den ersten Frühlingstagen bis in den Mai zu haben, weiß Helmut Krupp, Gartenmeister des Schlossgartens.

Gärtnerinnen in Schwetzingen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Petra Pechacek

Gärtner bereiten die Beete des Schlossgartens vor.

Die Beete müssen vorbereitet werden

Mit Grabegabel oder Sauzahn gräbt man die Beete gründlich um – das erleichtert das spätere Pflanzen. Steine und Wurzelunkräuter entfernt man dabei und arbeitet Kompost, Rindenhumus und organischen Dünger in die Erde ein. Wichtig ist es, den Boden feucht zu halten, dann können die Zwiebeln gleich mit der Wurzelbildung beginnen. Beim Planen der Pflanzung sollte man auf Vielfalt achten, also eine Kombination von Farben, Wuchs, Kelchform der Tulpen, Höhe, nach früher, mittlerer und später Blütezeit.

Tulpen und Stiefmütterchen; Foto: Pixabay, gemeinfrei
Frühjahrsflor im Schlossgarten; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Sandra Moritz

Niedrig und hoch und vor allem schön bunt.

Gärtnerin in Schwetzingen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Petra Pechacek

Mit einer Pflanzkelle werden die Blumen gesetzt.

ein schönes Ergebnis durch Die richtige Kombination

Eine gute Kombination ist bei den krautigen Pflanzen etwa Gänseblümchen in Rot, Weiß und Rosa, Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen – mittel- bis kleinblütige sind dauerhafter – dazu blühen in Weiß, Blau, Gelb Kugelprimel, Gemswurz und Goldlack. Zwiebelblumen wirken besonders schön, wenn sie in Gruppen angepflanzt werden. Kleinblütige, weiße Narzissen, Hyazinthen oder Tulpen können zu fünft bis zu zehnt zusammenstehen. Gelbe Kaiserkronen und andere hohe Arten pflanzt man besser in kleineren Gruppen.

Für ein schönes Beet Abstände überprüfen

Ein geschlossenes Bild geben krautige Pflanzen im Abstand von 15 cm, mit Zwiebeln in den Zwischenräumen. Bei größeren Beeten die Zwiebeln zunächst auf der Fläche auslegen, so können Abstände und Kombinationen geprüft werden. Faustregel für die Pflanztiefe: doppelte Zwiebelstärke! Je sandiger der Boden, desto tiefer pflanzen – das verhindert das Austrocknen der Zwiebeln. Wichtig: Die Zwiebeln mit der spitzen Seite nach oben pflanzen. Auch falsch herum gesetzte Zwiebeln wachsen, brauchen aber länger.

Garten Schloss Schwetzingen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Petra Pechacek
TIPP

Extratipp: Lasagnetechnik bei Platzmangel
Haben Sie nur wenig Fläche oder einen Topfgarten zur Verfügung? Dann können Blumenzwiebeln auch geschichtet werden. Die größeren Zwiebeln etwa der Tulpen kommen nach ganz unten, kleinere wie die der Traubenhyazinthen versetzt weiter nach oben. Das sorgt dafür, dass auch auf kleinen Flächen lange etwas blüht.

TIPP

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