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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
Themenjahr 2020
Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten

Von Schöpfung und WandelDer Vergänglichkeit bewusst

Altes Schloss Hohenbaden, Ruine

Ruinen und Romantik

Im Krieg wurden Burgen und Festungen zerstört, um Macht zu gewinnen. Seit dem 18. Jahrhundert galten Ruinen als romantisches Motiv in Kunst und Literatur. Manches Mal war eine künstliche Ruine sogar ein interessanter Akzent in der Gartengestaltung.

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen, Römische Wasserleitung
Zeichen der Vergänglichkeit

Nach italienischem Vorbild steht im englischen Landschaftsgarten die Ruine eines Wasserkastells mit Aquädukt.

Schloss Heidelberg in einem Gemälde von Hubert Sattler, um 1900
Ein Ort der Sehnsucht

Das nahezu vergessene Schloss Heidelberg wurde um 1800 von Künstlern der Romantik wiederentdeckt.

Altes Schloss Hohenbaden, Gemälde von 1889
Altes neu entdeckt

In der Romantik wurde das Mittelalter zur idealen Vergangenheit verklärt – Burgruinen waren besonders populär.


Schloss und Schlossgarten Weikersheim, Garten

Vergängliches im Garten

Von Blüten und Blättern, kahler Erde und dürren Ästen: Wechselnde Impressionen durch die Jahreszeiten gehören zu einem Schlossgarten und zeigen, wie die Zeit vergeht. Doch auch Gartenarchitekturen weisen auf die Vergänglichkeit hin.

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen, Garten, Merkurtempel
Eine Ruine im Schlossgarten

Im 18. Jahrhundert waren künstliche Ruinen wie der Merkurtempel weit verbreitet. Sie galten als ein Symbol für die Vergänglichkeit.

Schloss und Schlossgarten Weikersheim, Tulpen
Im Wechsel der Jahreszeiten

Je nach Jahreszeit sind die Rabatten anders bepflanzt: Das Ambiente im Garten ist so der Vergänglichkeit unterworfen.


Grabkapelle auf dem Württemberg, Stammschloss - Lithographie um 1840

Untergegangene Welten

Ein fürstlicher Garten, der einem Wunderwerk gleicht oder ein Turm, der Signalwirkung hat – manches ist nicht von Dauer. Doch in Gemälden, Plänen und Fotografien erfährt man erstaunlich viel über nicht mehr vorhandene Kunstwerke.

Gemälde des Hortus Palatinus von Schloss Heidelberg, unbekannter Meister um 1600
Ein italienischer Garten als Meisterwerk

Im 17. Jahrhundert war Schloss Heidelberg berühmt für seinen außergewöhnlichen Schlossgarten: den Hortus Palatinus.

Klosteranlage Salem mit Turm, Andreas Brugger, um 1765
Signalwirkung garantiert

Ein imposanter Glockenturm zierte ab 1757 das Münster von Kloster Salem. 50 Jahre später war er bereits verschwunden.

Schloss Solitude, Gemälde von Jean Adrien Claude Servadoni, um 1765
Das Gartenreich der Solitude

Von den ehemals ausgedehnten Gartenanlagen von Schloss Solitude ist kaum noch etwas zu sehen.