Dienstag, 7. Mai 2024

Heuneburg – Stadt Pyrene | Allgemeines Weidewirtschaft als Teil der Nachhaltigkeitsstrategie an der Heuneburg – Stadt Pyrene und bei Schloss Heidelberg

Nachhaltigkeitsziele wie Klima- und Artenschutz werden auch im Kultur- und Tourismusbereich immer bedeutender. Die Nachhaltigkeitsstrategie der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg umfasst bereits zahlreiche Maßnahmen und Projekte. Ein wichtiger Baustein beim Erhalt der Biodiversität auf den betreuten Flächen ist dabei die Weidehaltung: Schafe und Rinder sind beispielsweise an der Heuneburg – Stadt Pyrene in Oberschwaben und bei Schloss Heidelberg wichtige Helfer bei der Landschaftspflege. Davon profitieren alle: Tiere, Gäste der Monumente und Umwelt.

Weidewirtschaft auf dem Plateau der Heuneburg

Auf einem Plateau oberhalb der Donau befand sich einst die älteste Stadt nördlich der Alpen. Die Heuneburg – Stadt Pyrene war im 6. Jahrhundert v. Chr. eine keltische Metropole. Heute zählt sie zu den bedeutendsten und am besten erforschten archäologischen Fundstätten der europäischen Eisenzeit. Die Weidewirtschaft ist für das Monument von großer Bedeutung: Regelmäßig werden Schafe in das Pflegekonzept der Anlage integriert, um die Wiesenflächen auf dem Plateau kurz zu halten. Die tierischen Helfer halten Gräser und andere Pflanzen kurz. Das wiederum fördert die Vielfalt von Blumen und Kräutern als wichtige Nahrungsquellen für Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten. Die Weidewirtschaft ist hier eine besonders insektenfreundliche und biodiversitätsfördernde Grünflächenpflege.

„Mit der Beweidung übernehmen die Staatlichen Schlösser und Gärten Verantwortung für die Erhaltung von Bodendenkmal und Artenvielfalt. Monumente wie die Heuneburg verbinden Kultur- und Naturerbe und bieten so vielfältige Besuchserlebnisse“, so Finanzstaatssekretärin Gisela Splett.

 

Hochlandrinder bei Schloss Heidelberg

Heidelberg ist in der ganzen Welt für sein Schloss bekannt. Die Schlossruine ist ein romantisches Wahrzeichen, das jedes Jahr hunderttausende Gäste anzieht. Der berühmte Blick von der Scheffelterrasse auf das Schloss und über die Stadt am Neckar ist ohne Weidewirtschaft undenkbar. Jeden Sommer pflegen Hochlandrinder, die durch ihr haariges Aussehen für viele Besucherinnen und Besucher ein Hingucker sind, die steile Fläche. Die Weidehaltung der Rinder hat mehrere Vorteile: Die Tiere werden artgerecht gehalten und durch ihren Appetit bleibt der schöne Blick von der Scheffelterrasse für die Besucherinnen und Besucher erhalten. Auch hier profitiert die Biodiversität von der Weidehaltung. Wobei Schloss Heidelberg auch an anderer Stelle durch Artenvielfalt glänzt. In den Ecken und Winkeln des Schlosses lebt und überwintert die größte Fledermauskolonie Nordbadens und im Schlossgarten haben Bergmolche und Feuersalamander ihre Laichgewässer

 

Nachhaltigkeit als Ziel

Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg öffnen, bewahren, vermitteln und vermarkten 63 historische Monumente im deutschen Südwesten. Klimaschutz, schonender Umgang mit Ressourcen sowie Förderung der Artenvielfalt sind wichtige Anliegen der Schlösserverwaltung. Mit Wildblumen- und Magerwiesen in zahlreichen Monumenten bieten die Staatlichen Schlösser und Gärten Lebensräume für Insekten. Mit Aktionstagen wie beispielsweise dem Welttag der Bienen, werben und sensibilisieren sie für eine artenreiche Landschaft. Als Mitglied im Initiativbündnis Historische Gärten im Klimawandel stehen sie im Austausch mit anderen Schlösserverwaltungen. Darüber hinaus wollen die Schlösser und Gärten den CO2-Ausstoß konsequent senken und so Tourismus nachhaltig gestalten.

 

KONTAKT

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Schlossraum 22a

76646 Bruchsal

Telefon +49(0)72 51.74-27 70

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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Silke Eichhorn

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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Joachim Moll

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