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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Donnerstag, 19. März 2020

Schloss Heidelberg | Ausstellungen Große Ausstellung im Schlossgarten zeigt das Werk von Jürgen Goertz

23 eindrucksvolle Arbeiten im großen Format vor der Kulisse von Schloss Heidelberg: Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg ehren den Bildhauer Jürgen Goertz mit einer Ausstellung im Schlossgarten Heidelberg. Der Künstler greift in seinem Werk immer wieder kurpfälzische Themen auf – und immer wieder spielt auch Schloss Heidelberg eine Rolle. Vom 19. März bis 25. Oktober 2020 sind jetzt die beziehungsreichen Werke aus allen Schaffensperioden des bekannten Bildhauers auf den Terrassen des Schlossgartens zu sehen.

23 SKULPTUREN IM DIALOG MIT NATUR UND ARCHITEKTUR
„Es war an der Zeit, dem Künstler Jürgen Goertz eine große Ausstellung zu widmen – und der Schlossgarten von Schloss Heidelberg bietet den richtigen Rahmen dafür“, sagt Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Es sind 23 Werke von zum Teil monumentalem Format aus allen Schaffensperioden des Bildhauers. Vieles davon ist bekannt, ja populär: Jürgen Goertz kollagehaften Arbeiten, reich an Bezügen und Anspielungen, stehen seit Jahrzehnten im öffentlichen Raum. Und sie waren und sind immer wieder Anlass zu Diskussion und Auseinandersetzung. Michael Hörrmann ergänzt: „Jürgen Goertz hat mit seinem künstlerischen Schaffen in der Kurpfalz und in ganz Deutschland so viele Zeichen gesetzt, dass wir ihn im Jahr nach seinem 80. Geburtstag mit dieser Ausstellung im Heidelberger Schlossgarten ehren.“

 

BILDHAUER JÜRGEN GOERTZ LEBT BEI HEIDELBERG
Geboren im heutigen Polen und aufgewachsen im Wendland, lebt und arbeitet Jürgen Goertz seit dem Studium an der Karlsruher Kunstakademie im Südwesten. In den Jahren 1971 und 1972 erhielt er einen Lehrauftrag an dieser Akademie; die erste Ausstellung seiner Werke fand 1974 im Badischen Kunstverein Karlsruhe statt. Seine Arbeiten wurden international gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er 1970 den Berliner Kunstpreis und 1973 den Kunstpreis bei der XXI. Biennale Internationale dell’arte in Florenz. Mit seinen Kunstwerken war Jürgen Goertz unter anderem in der Kunsthalle Darmstadt, bei der Internationalen Skulpturenausstellung ARTLUMINIUM in Montreal sowie mit Großskulpturen um das Bundestagsgebäude in Berlin vertreten. 1990 wurden zwei Großskulpturen für den Businesspark in Yokohama, Japan, angekauft. Ein Gastlehrauftrag führte ihn 2005 an die New York Art School. Der Künstler residiert heute, seit 2004 mit dem Professorentitel Honoris causa für seine Verdienste um die Kultur des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet, auf dem Schlossgelände in Angelbachtal-Eichtersheim. Sein Atelier ist die ehemalige barocke Schlosskapelle. Schlosspark und Umgebung sind ein großes Freilichtmuseum seiner Werke. Seine Arbeiten, die man unter anderem in München, Berlin, Gera, Ansbach, Bremen, Dortmund, Ulm, Augsburg, Stuttgart und Karlsruhe sehen kann, sind kaum mehr aus dem öffentlichen Raum wegzudenken.

 

BEKANNTES IN SPANNENDEM NEUEM KONTEXT
Die oft mehrere Meter hohen Metallarbeiten von Jürgen Goertz treten in einen spannungsreichen Dialog mit der berühmtesten Schlossruine der Welt. Für den Wahl-Kurpfälzer Jürgen Goertz sind Schloss Heidelberg und die kurpfälzische Geschichte immer wieder fruchtbare Themen. Im Gläsernen Saalbau im Schloss etwa zeugen einige von dieser künstlerischen Auseinandersetzung. Die Ausstellung im Schlossgarten zeigt Arbeiten aus den Jahren 1974 bis in die aktuelle Gegenwart. Die Exponate und ihre Standorte im Gelände hat der Künstler selbst bestimmt. Leihgaben stammen aus seinem eigenen Besitz, aber auch aus dem der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Einige Skulpturen entstanden unmittelbar für die Schau. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

GELUNGENE VERBINDUNG VON HISTORISCHEM UND AKTUELLEM
Wie in Schloss Heidelberg mit dem einstigen „Hortus Palatinus“ öffnen die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg immer wieder die historischen Monumente des Landes für Ausstellungen zeitgenössischer Künstler. Und die vielfache Erfahrung zeigt: Der Dialog zwischen den geschichtsträchtigen Denkmälern und den Werken heutiger Künstlerinnen und Künstler wird von den Gästen in den Schlössern und Klöstern des Landes durchweg positiv aufgenommen. Das Schloss Heidelberg wird damit um eine Attraktion reicher: Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg setzen mit der Ausstellung der Skulpturen von Jürgen Goertz auf den Terrassen von Schloss Heidelberg einen besonderen Akzent in der Umgebung des besucherstärksten historischen Monumentes in Südwestdeutschland.

 

Service und Information

Der allegorische Blick 

Jürgen Goertz – Großskulpturen 1974 bis 2020

Schloss Heidelberg. 19. März bis 25. Oktober 2020

Die Ausstellung im Schlossgarten ist frei zugänglich.

 

Eine Ausstellung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg mit besonderer Förderung durch das Amt Mannheim / Heidelberg von Vermögen und Bau Baden-Württemberg und der Eschbach GmbH, Bad Schönborn, in Partnerschaft mit der Stadt Heidelberg.
 

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