Montag, 21. November 2016

Kloster Maulbronn | Allgemeines BLICK AUF DIE SAISON 2016

Bestwerte was die Zufriedenheit der Gäste angeht: Das attestiert eine aktuell abgeschlossene repräsentative Untersuchung dem UNESCO-Welterbe Kloster Maulbronn. Zum Ende der Saison 2016 können die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg daher eine positive Bilanz eines guten Jahres ziehen. Zugleich steht viel auf dem Programm für 2017. Beim 500. Jubiläum der Reformation wird das einstige Kloster mit seiner zentralen Funktion in der württembergischen Geschichte eine Hauptrolle spielen.

Fazit einer gelungenen Saison und Blick auf 2017

Bestwerte was die Zufriedenheit der Gäste angeht: Das attestiert eine aktuell abgeschlossene repräsentative Untersuchung dem UNESCO-Welterbe Kloster Maulbronn. Zum Ende der Saison 2016 können die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg daher eine positive Bilanz eines guten Jahres ziehen. Zugleich steht viel auf dem Programm für 2017. Beim 500. Jubiläum der Reformation wird das einstige Kloster mit seiner zentralen Funktion in der württembergischen Geschichte eine Hauptrolle spielen.

MAULBRONN MIT ÜBERREGIONALER STRAHLKRAFT
Maulbronn, so ländlich und idyllisch das einstige Zisterzienserkloster gelegen ist, ist ein Magnet: Das UNESCO-Welterbe zieht inzwischen Menschen aus aller Welt ins Kraichgau. gut 235.000 waren es 2015 – und im Jahr 2016 wird wohl ein ähnlicher Wert erreicht werden. Viele der Gäste nehmen inzwischen eine weite Anreise auf sich, um Kloster Maulbronn zu erleben. Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg wissen das seit kurzem ganz genau: Die Daten einer aktuellen repräsentativen Umfrage liegen jetzt vor. Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, stellte bei einem Pressetermin in Maulbronn einige der Ergebnisse vor – und die sind für das Kloster und sein Angebot durchweg sehr positiv.

REPRÄSENTATIVE UNTERSUCHUNG MIT AKTUELLEN ERGEBNISSEN
Besonders auffällig: Kloster Maulbronn hat 54 % Erstbesucher, also Menschen, die zum ersten Mal zu Besuch kommen. 2011, bei der letzten Untersuchung, waren es nur 37 %. Die enorme Steigerung ist ein Anzeichen für die Bekanntheit, die Maulbronn inzwischen hat – über die Region hinaus. Knapp die Hälfte der Erstbesucher nimmt eine Anreise von über 250 km in Kauf, um Maulbronn zu erleben. Und sie sind eine attraktive Besuchergruppe: Die Untersuchung beschreibt sie als „jünger, höherer Berufsabschluss, 2-Personenhaushalte bzw. eher Haushalte mit Kindern, mit höherem Einkommen und höherem Ausflugsbudget“. Zudem haben sie eine „längere Verweildauer in der Anlage, kennen die Anlage aus dem Internet und kommen in die Anlage, weil ein Interesse an Kultur und Geschichte besteht.“ Besonders erfreulich für Maulbronn: 81% der Erstbesucher wollen wiederkommen, 11% über dem Durchschnittswert aller Monumente der Staatlichen Schlösser und Gärten. Und der wirtschaftliche Aspekt der Besucherinnen und Besucher ist beträchtlich: Nach dem Budget für den Besuch gefragt, ergibt sich aus den Angaben ein Durchschnitt von über 45 € pro Kopf. Davon entfällt nur ein geringer Betrag auf den Eintritt – 2016 beträgt der grade mal 7,50 € für einen reguläres Ticket. Der verbleibende Betrag von rund 37,50 € ist Geld, das nach Maulbronn und in die Region fließt. Bei über 200.000 jährlichen Besuchern ergibt das einen Betrag von weit über 8 Millionen €.

HÖCHSTE BESUCHERZUFRIEDENHEIT IN MAULBRONN
Gute Botschaft für die Staatlichen Schlösser und Gärten und für das Klosterteam um Peter Braun, den Leiter der Klosterverwaltung: Das UNESCO-Denkmal gehört zur Spitzengruppe unter den baden-württembergischen Monumenten, was die Zufriedenheit seiner Besucherinnen und Besucher angeht: 95 % geben bei der Befragung an, dass sie „überaus zufrieden bis sehr zufrieden“ sind. Die Weiterempfehlungsbereitschaft schwankt – je nach Besuchergruppe von 99 bis 100%!

VIELE SCHRITTE ZUM ERFOLG
Geschäftsführer Michael Hörrmann bestätigte, dass die Staatlichen Schlösser und Gärten einiges dafür tun, dass Kloster Maulbronn hohe Zufriedenheitswerte erreicht. 2016 ist es beispielsweise gelungen, weitere Schritte zur Barrierefreiheit der Anlage zu machen. Seit März macht ein neuer rollstuhlgerechter Zugang durch die ehemalige Klosterküche den Weg in die Klausur mit Rollstühlen und Rollatoren leichter. Zusätzlich ist auch eine mobile Rampe verfügbar, so dass nun alle Räume der Klausur erreichbar sind. Ergänzend dazu konnte in diesem Jahr die öffentliche WC-Anlage saniert werden – ebenfalls im behindertengerechten Zuschnitt.

HOCHKARÄTIGES UND VIELFÄLTIGES PROGRAMM
Herausragend ist die Programmvielfalt, mit der das Kloster das ganze Jahr Besucher neugierig macht. Verteilt über das Jahr fanden regelmäßig Veranstaltungen zu dem Baden-Württemberg-weiten Themenjahr „Welt der Gärten“ statt. Ein Highlight gleich zu Jahresbeginn war die gut besuchte Vortragsreihe „Aktuelles aus Forschung und Baupraxis“ mit hochkarätigen Fachleuten aus Denkmalpflege und Forschung. Intensiv war der Reigen der Feste, Märkte und besonderen Veranstaltungen, bei denen das einstige Kloster immer besonders viele Menschen in seinen Bann zieht: Vom Ostereiermarkt im Februar über die lebendige Muttertags-Aktion mit Basteln für Kinder bis zum 8. Kräuter- und Erntemarkt im September. Zum zweiten Mal fand der Erlebnistag im Kloster am zweiten Oktobersonntag statt – und wieder nutzten viele Menschen die Gelegenheit, um bei kurzen Führungen viele Bereiche des Klosters kennen zu lernen. Zum ersten Mal fand im August der „Maulbronner Weinsommer“ statt – und entwickelte sich aus dem Stand zum Besuchermagneten.

GENUSS UND GESCHICHTE IM KLOSTER
Die Verbindung zwischen Zisterzienserkloster und Wein ist Jahrhunderte alt: Das hat man direkt vor Augen, wenn man im Klosterhof steht. Direkt hinter den Klostermauern steigt der historische „Closterweinberg“ an. Daran knüpft die Klosterverwaltung Maulbronn schon seit längerem an und entwickelt Genuss- und Erlebnispakete, bei denen man das Kloster und seine Weinbautradition kennen lernt. „Diese Angebote mit ihrer Mischung aus Genuss und Geschichte sind ein großer Erfolg“, weiß Peter Braun. In Anerkennung für diese gelungene Vermittlungsarbeit haben Kloster und Stadt Maulbronn gemeinsam den „Weintourismuspreis 2016“ erhalten, im Juni in Schloss Bruchsal überreicht durch den für Tourismus zuständigen Minister Guido Wolf.

SAISON 2017 MIT GROSSEN EREIGNISSEN
Beim Blick auf die kommende Saison ist eines beherrschend: 2017 wird in ganz Deutschland das 500. Jubiläum der Reformation gefeiert. Die Staatlichen Schlösser und Gärten haben das zum Anlass für ihr Themenjahr „Über Kreuz. Reformation und Gegenreformation in Klöstern und Schlössern“ genommen. Ganz klar, dass Maulbronn mit seiner besonderen Geschichte einer der Hauptspielorte dieses Jahres werden wird.

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