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SWR Schwetzinger FestspieleL’Orfeo

Symbol für Veranstaltungskategorie "Konzert & Theater"
Schloss und Schlossgarten Schwetzingen

Konzert & Theater

Termin: Sonntag, 03.05.2026, 18:00

Als der Sänger Orpheus seine Braut Eurydike am Hochzeitstag durch ein tragisches Unglück verliert, nimmt er den Kampf mit der Unterwelt auf: Er steigt hinab, betört Hades und Persephone mit seinem Gesang. Aber dann … Orpheus dreht sich um, weil er die Schritte seiner Frau hinter sich nicht hört. Und so verliert er Eurydike, noch bevor er sie vollends zurückholen konnte. Die Geschichte von Orpheus erzählt von einem tragisch scheiternden Musiker, und sie hat unzählige Künstler zu Fantasien und Nacherzählungen inspiriert. Eine der prominentesten und schönsten hat Claudio Monteverdi geschaffen: Sein L’Orfeo, eine der ersten Opern der Musikgeschichte, entstand 1607 in einer Zeit großer Antike-Begeisterung und verhandelt wie die griechische Sage die großen Fragen der Menschheit. Welche Grenzen sind uns gesetzt, und ist es möglich, sie zu überwinden? Welche Macht hat der Tod über das Leben, was bewirken Liebe und Hoffnung?

Beim Abschluss des 2017 in Mannheim begonnenen Monteverdi-Zyklus fokussiert der Regisseur Markus Bothe auf die Künstlerthematik des Stücks. Das Ensemble il Gusto Barocco unter der Leitung des Schwetzinger Residenzkünstlers Jörg Halubek wird als Teil der Szene historische Expertise mit höchster Lebendigkeit verbinden und die Klangwelt wirkungsvoll in zwei Sphären trennen: hier das Leben (mit Streichern, Blockflöten und hell besetztem Bass), dort der Tod (mit Posaunen, Zinken und mit Regal und Orgel für den Bass). Und der Tenor Julian Prégardien, der bei der Orchesterakademie der Schwetzinger SWR Festspiele am 9. Mai auch den Protagonisten von Haydns Orpheus-Oper L’anima del filosofo singt, leiht jetzt Monteverdis Orfeo seine ausdrucksstarke Stimme. Er wird dabei eine der schönsten Opernarien singen: Mit Possente spirto erweicht Orfeo das Herz des dunklen Fährmanns Charon. Man darf gespannt sein, welche der beiden erhaltenen Fassungen dieses Stücks Prégardien wählen wird, die rezitativische oder die koloraturreiche. Sicher ist: Die Herzen des Publikums wird er in jedem Fall berühren.

 

Programm

Favola in Musica von
Claudio Monteverdi Musik
Alessandro Striggio Libretto

Italienisch mit deutschen Übertiteln

 

Mitwirkende

Jörg Halubek Musikalische Leitung
Markus Bothe Regie
Robert Schweer Bühne
Justina Klimczyk Kostüme
Damian Chmielarz Licht
Cordula Demattio Dramaturgie

Julian Prégardien Tenor / Orfeo
Nathanaël Tavernier Bass / Caronte, 4. Pastore, 3. Spirito
Thomas Berau Bariton / Plutone
Ilya Lapich Bariton / Apollo, 4. Spirito
Shachar Lavi Mezzosopran / La Musica, La Speranza
Amelia Scicolone Sopran / Euridice, Eco
Marie-Belle Sandis Mezzosopran / Messaggera
Yaara Attias Sopran / Ninfa
Ruth Häde Mezzosopran / Proserpina, 1. Pastore
Rafael Helbig-Kostka Tenor / 2. Pastore, 1. Spirito
Raphael Wittmer Tenor / 3. Pastore, 2. Spirito

 

Neuproduktion in Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim

Mit freundlicher Unterstützung der FUCHS SE sowie von Manfred und Lilo Fuchs
Der Monteverdi-Zyklus am Nationaltheater Mannheim wird gefördert durch die Baden-Württemberg Stiftung.

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Service

Alle Termine dieser Veranstaltung

Samstag, 2. Mai 2026 | 19:00 Uhr
Sonntag, 3. Mai 2026 | 18:00 Uhr

Adresse

Schloss und Schlossgarten Schwetzingen
Schlosstheater
Schloss Mittelbau
68723 Schwetzingen