Filmabend mit Einführung Jonas

Symbol für Lesungen und Vorträge
Sammlung Domnick
Lesung & Vortrag
Termin: Donnerstag, 06.08.2020, 19:30

1957 drehten Ottomar und Greta Domnick ihren ersten Spielfilm „Jonas“. Darin erzählen sie die Geschichte eines jungen Mannes - Jonas - im Stuttgart der Nachkriegszeit.

Jonas ist vom Krieg zurückgekehrt. Die Kriegserlebnisse haben ihn traumatisiert. Er versucht, sich in den zivilen Alltag der Nachkriegszeit zu fügen. Doch trägt er eine Angst und Schuld mit sich, die ihn bedrücken.

Nach 1945 haben die Männer über ihre Kriegserlebnisse meist geschwiegen. Sie litten an Traumata, ohne darüber sprechen zu können. Die Psychiater Ottomar und Greta Domnick wussten, wie einsam viele junge Männer in dieser Zeit des Friedens, des Wirtschaftswunders und der Vollbeschäftigung waren. Daraus haben sie einen epochalen Film gemacht.

Ottomar und Greta Domnick bekamen 1957 für „Jonas“ den Bambi verliehen und 1988 den Deutschen Filmpreis für ihr gesamtes filmischen Werk. Der Film ist heute noch von Gewicht und wird regelmäßig bei Festival gezeigt.

In einer kurzen Einführung werden der gesellschaftliche Kontext der Nachkriegszeit und die Besonderheiten dieses Films erklärt.

 

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