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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
Was am 2. Oktober geschah …

Ein Kaiser zu Gast

Am 2. Oktober 1805 traf hoher französischer Besuch in Ludwigsburg ein. Napoleon, der Kaiser der Franzosen, stattete Herzog Friedrich II., dem Landesherrn Württembergs, einen Besuch ab. Frankreich war auf der Suche nach Verbündeten, denn Napoleon plante Krieg gegen Österreich.

Residenzschloss Ludwigsburg, Napoleon Bonaparte, Gobelin um 1809

Das Bild eines Kaisers: Napoleon Bonaparte im Krönungsornat.

DIE FRANZOSEN KOMMEN

„Um Gottes Willen, gnädiger Herr, hören Sie mich an! Die Franzosen sind keine Viertelstunde mehr von hier entfernt!“ – mit diesen Sätzen schreckte Leutnant von Landsberg die Gesellschaft in Schloss Monrepos auf. Herzog Friedrich II. von Württemberg begab sich daraufhin in sein Residenzschloss nach Ludwigsburg. Dort wartete er auf das Eintreffen Napoleons, des Kaisers der Franzosen. Zunächst erschien jedoch dessen Militär und sein Gefolge – „(d)en Ameisen gleich (…) zahllose Gruppen (…), so weit das menschliche Auge reichte.“

Kaiser Napoleon Bonaparte und Herzog Friedrich II. von Württemberg

Ein Bild württembergischer Propaganda: Napoleon beschwichtigt Friedrich.

DER EINZUG DES KAISERS

Napoleon ließ dann doch noch ein paar Tage auf auf sich warten. Erst in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober traf er nach 22 Uhr „unter dem Donner der Kanonen und Läutung aller Glocken der Stadt hier an.“ Napoleon schritt „mitten durch die Churfürstlichen Truppen, die en haie (im Spalier) mit fliegenden Fahnen aufgestellt waren, unter dem lauten Schall militärischer Musik“. Nach seinem Empfang zog er sich auf sein Appartement im Residenzschloss zurück. Der kommende Tag war von politischen Gesprächen bestimmt: Napoleon suchte Verbündete.

König Friedrich I. von Württemberg

König Friedrich I. mit königlichen Insignien um 1806 – dank Napoleon.

GEMEINSAM GEGEN ÖSTERREICH

Das Ziel Napoleons war es, die Vormachtstellung Habsburgs im Süden des Alten Reiches zu zerstören – hierfür suchte der Kaiser der Franzosen die Unterstützung Badens, Bayerns und Württembergs. Vielleicht bewog auch der imposante Auftritt Napoleons in Ludwigsburg Friedrich dazu, seine Neutralität aufzugeben. Er schlug sich auf die Seite Frankreichs. Das militärische Engagement machte sich schnell bezahlt. Bereits 1806 gewann Württemberg zahlreiche Besitztümer und stieg – Napoleon sei Dank – vom Herzogtum zum Königreich auf.

Residenzschloss Ludwigsburg, Außenansicht

Das Residenzschloss Ludwigsburg: Hier traf Napoleon auf Herzog Friedrich II.

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