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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Donnerstag, 18. April 2019

Schloss Favorite Rastatt | Sonstige Veranstaltungen

Riesen mit jahrhundertealter Geschichte: Ausflüge zum Tag des Baumes am 25. April

In den Schlossgärten in Baden-Württemberg spürt man nicht nur etwas vom Glanz des höfischen Lebens früherer Jahrhunderte. Diese grünen Paradiese sind die Heimat von jahrhundertealten Bäumen. Für die Erkundung der eindrucksvollen Baumriesen bietet sich der „Tag des Baumes“ am 25. April an: etwa anhand des „Dendrologischen Rundgangs“ im Garten von Schloss Favorite bei Rastatt.

MEHR ALS 300 JAHRE ALTE BÄUME IN RASTATT-FAVORITE

Bäume mit eigenwilligen Formen, spektakulären Blattfarben oder ungewöhnlichen Eigenschaften: Das lässt sich im Garten von Schloss Favorite bei Rastatt anhand eines „Dendrologischen Rundgangs“ entdecken. Der baumkundliche Leitfaden, aufgestellt von den Gartenfachleuten der Staatlichen Schlösser und Gärten, führt durch den alten Schlossgarten rund ums Lustschloss der Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden. Einige Linden und Rotbuchen stammen noch aus dem 18. Jahrhundert. Die Eichen im angrenzenden ehemaligen Fasanengarten sind teilweise zwischen 240 und 300 Jahre alt. Johann Michael Schweyckert, der den Landschaftsgarten im englischen Stil anlegte, brachte von seinen Reisen aber auch Samen von Pflanzen mit, die damals in Deutschland noch unbekannt waren. So sind im Schlossgarten Favorite unter anderem südeuropäische, asiatische und nordamerikanische Gehölze zu bewundern, beispielsweise der Japanische Schnurbaum, der Amberbaum, der Urwelt-Mammutbaum, der Amerikanische Tulpenbaum, die Sumpfzypresse oder die Schirmmagnolie mit ihren großen Blüten. Für den Dendrologischen Rundgang wurden 62 Bäume mit botanischen Schildern versehen, die über ihre Namen und Herkunft informieren.

 

HERRSCHAFTLICHE KASTANIEN

Die Rosskastanie ist ein barocker Modebaum par excellence. Aus dem Balkan stammend wurde sie 1575 von Konstantinopel aus in Wien eingeführt. Von dort gelangte sie über Frankreich 1699 nach Deutschland und wurde für kurze Zeit der beliebteste Zierbaum in den neu angelegten Barockgärten. Die Kastanie wurde von den Fürsten so hoch geschätzt, dass sie sogar – entgegen den Regeln der Gartenkunst – im hochherrschaftlichen Parterre, direkt am Schloss, angepflanzt wurde. Dies ist besonders eindrucksvoll als Randeinfassung im Schlossgarten Favorite Rastatt zu erleben: Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden erhielt für ihr Lustschloss „600 Stück junge Maronien Bäum“ aus der Baumschule der Fürstbischöfe von Schönborn im Schloss Seehof bei Bamberg.

 

VIELFALT DER GÄRTEN

Zu den Staatlichen Schlössern und Gärten gehören weitere lohnende Gartenanlagen, etwa der Barockgarten von Weikersheim, der nicht nur über ein barockes Gartenparterre verfügt, sondern auch einen Obstgarten bietet. Zu den Schlössern von Heidelberg und Bruchsal gehören ebenfalls historische Gärten mit altem Baumbestand. Der Botanische Garten in Karlsruhe ist eines der Herzstücke des Schlossgartens aus der Zeit der Stadtgründung vor 300 Jahren, in dem zahlreiche großartige Bäume zu erleben sind. Schloss Favorite in Ludwigsburg, direkt beim Residenzschloss, liegt inmitten von Baden-Württembergs ältestem Naturschutzgebiet – ein Refugium alter Baumriesen.

 

DER TAG DES BAUMES IN DEN SCHLOSSGÄRTEN UND PARKS
Der „Tag des Baumes“ wurde 1951 eingeführt. Er wird jedes Jahr am 25. April begangen und soll dazu beitragen, die Bedeutung der Bäume und des Waldes für den Menschen präsent zu halten – und auch an die wirtschaftliche Rolle des Waldes zu erinnern. Für die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg ist der Tag des Baumes ein Anlass, auf den Reichtum der historischen Gärten hinzuweisen: In vielen Fällen haben sich in den traditionsreichen Anlagen alte Baumriesen erhalten.

 

SERVICE

Der Schlossgarten von Schloss Favorite bei Rastatt ist frei zugänglich; der Plan zum Dendrologischen Rundgang ist an der Schlosskasse erhältlich.

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