Schwetzinger SWR Festspiele Cuarteto Casals & Santiago Cañón-Valencia | Streichquartett-Matinee

Symbol für Konzerte und Theateraufführungen
Schloss und Schlossgarten Schwetzingen
Konzert & Theater
Veranstaltung mit: Cuarteto Casals & Santiago Cañón-Valencia
Termin: Sonntag, 22.05.2022, 11:00

Wolfgang Amadeus Mozart 1756 – 1791
Streichquartett Nr. 15 d-Moll KV 421 (417b)

Franz Schubert 1797 – 1828
Streichquintett C-Dur op. 163 D 956

 

Müsste man die Frage beantworten, was man an klassisch-romantischer Musik ins Minimal-Arkadien der vielbemühten einsamen Insel mitnähme, dann könnten diese beiden Werke dabei sein. Mozarts d-Moll-Quartett widerlegt das Klischee vom allzeit heiteren, mühelos schaffenden Junggenie: Entstehung und Überarbeitung zeugen von experimentierendem Suchen. Die Art, wie Mozart den pathetischen Grundeffekt der Tonart beleuchtet, befragt, bricht und wieder herbeizitiert, vermittelt einen tiefen Einblick in sein Denken, seine künstlerische Emotionalität und seine kompositorische Souveränität. Es ist ein Meisterstück nicht weniger als Schuberts letztes Kammermusikwerk. Der Romantiker macht die Zeit und ihre Maße zum Gegenstand des Komponierens. Im ersten Satz folgen die langsame Einleitung und der schnelle Hauptteil demselben Grundpuls, der gleichsam in zwei Pole gespalten wird. Der Dehnung der Zeit ins Unendliche wirken im Adagio nur quasi naturhafte Umspielungen der Melodie entgegen. Ein rasendes Scherzo umschließt ein völlig anders geartetes Trio. Die Gegensätze werden auch im Finale mit seinen Irrfahrten durch das Universum der Tonarten nicht aufgehoben. Wie in den berühmten Arkadienbildern mischen sich Sehnsucht und Wehmut – auf bisweilen heftige Weise.

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