Neue Ausstellung in ehemaligem Machtzentrum
Als ehemaliges mittelalterliches Machtzentrum bietet Kloster Alpirsbach für eine neue Ausstellung die passende Kulisse: Wo einst Mönche lebten und Klosterschüler lernten, werfen nun schroffe Holzskulpturen ein neues Licht auf die Machtverhältnisse in vergangenen und gegenwärtigen Gesellschaften. Die eindrücklichen Kunstwerke sind Teil der Ausstellung „Macht und Vergänglichkeit“, die der renommierte Bildhauer Andreas Kuhnlein im Kreuzgang und Innenhof der ehemaligen Benediktinerabtei bis Sonntag, 15. November ausstellt. „Herr Kuhnlein schafft es auf erstaunliche Weise, seinen Werken eine Menschlichkeit zu verleihen, die berührt und zum Hinterfragen anregt. Daher freuen wir uns sehr, dass er seine Kunst erneut in einem unserer Monumente zeigt“, würdigt Alexandra Müller, Leiterin des Referats Schwarzwald der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, die Zusammenarbeit bei der Ausstellungseröffnung. Neben Alpirsbach wurden bereits im Kloster Maulbronn und in der Römischen Badruine Badenweiler Skulpturen des Künstlers gezeigt. Der Besuch der Ausstellung ist im Eintrittspreis des Klosters inbegriffen.
Verschiedene Rollen, selbe Menschlichkeit
Unter dem Titel „Macht und Vergänglichkeit“ präsentiert Andreas Kuhnlein in Alpirsbach Figuren, die unterschiedliche Machtpositionen und Gesellschaftsrollen repräsentieren. Beim Gang durch Innenhof und Kreuzgang treffen die Besucherinnen und Besucher auf Herrschende wie Kaiser, Königinnen und Könige oder Imperatoren mit ihren Insignien der Macht. Aber auch Personen mit wenig Macht wie Bauern bei der Arbeit sind zu sehen. Unabhängig von ihrer gesellschaftlichen Position vereint alle ausdrucksstarken Figuren ihre Menschlichkeit und Verletzlichkeit, die Andreas Kuhnlein geschickt durch seine Technik aufscheinen lässt. Keine der Figuren ist glatt oder ohne Kanten. Alle haben Löcher, schroffe Stellen oder Einschnitte. Dieses Zusammenspiel von Machtausdruck und innerer Verletzlichkeit regt zum Nachdenken an und stellt das sich immer wieder erneuerte System der Macht als solches in Frage.
Beeindruckende Kunst aus totem Holz
Andreas Kuhnlein wurde 1953 in Unterwössen im Chiemgau geboren, seit 1983 ist er als freischaffender Künstler tätig. Für seine Werke bearbeitet der renommierte Bildhauer Holz mit der Kettensäge – ganz spontan und ohne Vorzeichnungen. Es ist ihm dabei wichtig, nur Hölzer von bereits toten Bäumen zu verwenden. Zuerst arbeitet er mit der Säge Furchen in das Material. Beim Trocknungsprozess entstehen zudem weitere Risse und Spalten. Die so entstandenen Skulpturen spiegeln oftmals existenzielle Themen wie Tod und Vergänglichkeit, aber auch die ganze Bandbreite der menschlichen Gefühlswelt wider. Mit seiner Kunst gehört Andreas Kuhnlein mittlerweile nicht nur zu den bedeutendsten zeitgenössischen Holzbildhauern Deutschlands. Seine Werke präsentiert er auch auf internationalen Ausstellungen.
Service und Information
„Macht und Vergänglichkeit“
Ausstellung von Andreas Kuhnlein
Veranstaltungsort
Kloster Alpirsbach
Innenhof und Kreuzgang
Klosterplatz 1
72275 Alpirsbach
Termin
Freitag, 21. August, bis Sonntag, 15. November 2026
Eintritt
Im Klostereintritt inbegriffen
Erwachsene 8,00 €
Erwachsene mit Gästekarte 7,00 €
Ermäßigte 4,00 €
Familien 20,00 €
Gruppen p.P. (ab 20 Personen) 7,20 €
Öffnungszeiten
Kloster Alpirsbach
1. April bis 1. November
Mi – Sa 10.30 – 16.00 Uhr
So, Feiertag 11.00 – 16.30 Uhr
Letzter Einlass jeweils eine halbe Stunde vor Schließung
Preis
Erwachsene 8,00 €
Ermäßigte 4,00 €
Familien 20,00 €
Kontakt
Kloster Alpirsbach
Klosterplatz 1
72275 Alpirsbach
Telefon +49(0)74 44. 5 10 61
info@kloster-alpirsbach.de