Staatliche Schlösser und Gärten Baden‑Württemberg
State Palaces and Gardens of Baden-Wuerttemberg

Friday, 21 August 2026

Mergentheim Residential Palace | General Ein Ehrenritter im Wandel: Tafelschau über Pöttickh von Pettenegg und sein kostbares Missale

Vom 27. August bis 4. Oktober 2026 zeigt das Residenzschloss Mergentheim die Tafelschau „Eduard Karl Borromäus Gaston, Graf und Freiherr Pöttickh von Pettenegg (1847–1918). Der Deutsche Orden im Wandel“. Die von der Forschungsstelle Deutscher Orden an der Universität Würzburg erarbeitete Schau wird in Kooperation mit den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg präsentiert. Im Mittelpunkt stehen der Ehrenritter Pöttickh von Pettenegg und das von ihm in Auftrag gegebene Missale Romanum mit seinem aufwendig gestalteten Silbereinband, das im Original zu sehen ist.

Ein Leben im Dienst des Deutschen Ordens

Eduard Karl Borromäus Gaston, Graf und Freiherr Pöttickh von Pettenegg, war eng mit dem Deutschen Orden verbunden. 1871 ernannte ihn Hochmeister Erzherzog Wilhelm zum Ehrenritter. Im Orden übernahm Pettenegg zahlreiche Ämter: Er war Komtur, Ratsgebietiger und Ordenskanzler. Zudem leitete er die hoch- und deutschmeisterliche Geheime Kanzlei in Wien. Zwischen 1875 und 1906 bekleidete er als k. u. k. Kämmerer das Amt des Ahnenprobenexaminators im Oberstkämmeramt. 1893 ernannte Kaiser Franz Joseph ihn zum wirklichen Geheimen Rat mit dem Titel „Exzellenz“.

Vom Ehrenritter zum Geistlichen

Später schlug Pöttickh von Pettenegg einen neuen Lebensweg ein und erfüllte sich den lange gehegten Wunsch nach einer geistlichen Laufbahn. 1903 wurde er zum Priester geweiht, 1904 zum Titular-Erzbischof von Damiette ernannt. Zu seinem persönlichen Erbe gehört das kostbar gestaltete Missale Romanum, dessen aufwendiger Silbereinband besondere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das Werk wird in der Tafelschau im Original präsentiert. „Wir freuen uns, dass wir mit dieser Tafelschau eine Persönlichkeit des Deutschen Ordens in ihrer Vielfältigkeit vorstellen können“, sagt Maike Trentin-Meyer, Konservatorin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.

Vertiefung der Ordensgeschichte im Residenzschloss

Das Residenzschloss Mergentheim ist eng mit der Geschichte des Deutschen Ordens verbunden. In der dortigen Dauerausstellung wird die mehr als 800-jährige Geschichte des Ordens umfassend dargestellt. Die temporäre Tafelschau richtet den Blick nun vertiefend auf das 19. Jahrhundert und verbindet die Biografie Pöttickh von Petteneggs mit den Veränderungen des Deutschen Ordens in dieser Zeit. Erarbeitet wurde die Schau von der Forschungsstelle Deutscher Orden an der Universität Würzburg; im Residenzschloss Mergentheim wird sie in Kooperation mit den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg gezeigt.

Tafelschau vom 27. August bis 4. Oktober

Die Tafelschau ist vom 27. August bis 4. Oktober 2026 während der regulären Öffnungszeiten des Residenzschlosses Mergentheim zu sehen. Von April bis Oktober ist das Schloss mittwochs bis sonntags sowie an Feiertagen von 10:30 bis 17:00 Uhr geöffnet. Wegen laufender Sanierungsarbeiten an der Elektrotechnik kann es zeitweise zu Einschränkungen kommen. Aktuelle Hinweise veröffentlicht die Schlossverwaltung auf ihrer Website.

 

Service und Information
Tafelschau „Eduard Karl Borromäus Gaston, Graf und Freiherr Pöttickh von Pettenegg (1847–1918). Der Deutsche Orden im Wandel“
27. August bis 4. Oktober 2026

Hinweis
Während laufender Sanierungsarbeiten an der Elektrotechnik kann es zeitweise zu Einschränkungen kommen. Aktuelle Hinweise siehe Website.

Öffnungszeiten
Residenzschloss Mergentheim
1. April bis 31. Oktober
Mi – So, Feiertag 10:30 – 17:00 Uhr

Standardführungen
„Höhepunkte im Schloss“
Mi – So, Feiertag 11:30 und 14:15 Uhr
„Der Deutsche Orden von 1190 bis heute“
Mi – So, Feiertag 15:30 Uhr

Eintritt
Regulärer Eintritt
Erwachsene 8,00 €
Ermäßigte 4,00 €
Familien 20,00 €

 

Kontakt

Residenzschloss Mergentheim
Schloss 16
97980 Bad Mergentheim
Telefon +49 7931 12 30 60
info@schloss-mergentheim.de

Download and images