Staatliche Schlösser und Gärten Baden‑Württemberg
State Palaces and Gardens of Baden-Wuerttemberg

Friday, 19 June 2026

Badenweiler Parks | General Zum 200. Geburtstag: Ausstellung „Ein Großherzog und sein Kurort“ im Großherzoglichen Palais

Im Kur- und Schlosspark Badenweiler lädt eine neue Ausstellung die Gäste des Großherzoglichen Palais dazu ein, die Geschichte des Hauses Baden aus einer besonderen Perspektive zu erleben. Von Samstag, 20. Juni, bis Sonntag, 13. Dezember, bietet „Ein Großherzog und sein Kurort. Zum 200. Geburtstag von Friedrich I.“ anhand von ausgewählten Objekten, Geschichten und Zeitzeugeninterviews Einblicke in die Beziehung der Herrschaftsfamilie zu Badenweiler. Die Ausstellung wurde am Donnerstag, 18. Juni, feierlich eröffnet.

Jubiläumsausstellung eröffnet

Am 9. September 2026 hätte Großherzog Friedrich I. von Baden seinen 200. Geburtstag gefeiert. In seiner fast 50-jährigen Regentschaft wandelte sich das Großherzogtum nachhaltig – und er lenkte die Geschicke des Landes. Der Ort Badenweiler hatte für ihn und auch für seine Nachkommen einen besonderen Stellenwert. Anlässlich des Jubiläums würdigen die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg diese innige Verbindung mit der neuen Ausstellung „Ein Großherzog und sein Kurort. Zum 200. Geburtstag von Friedrich I.“. „Die historische Bedeutung dieser Beziehung für Badenweiler ist kaum zu unterschätzen. Sie ist ein wichtiger Teil seines kulturellen Erbes und prägt den Ort bis heute mit“, erklärt Patricia Alberth, Geschäftsführerin der Staatlichen Schlösser und Gärten, am Donnerstag, 18. Juni, bei der Eröffnungsfeier. Von Samstag, 20. Juni, bis Sonntag, 13. Dezember, können die Besucherinnen und Besucher die Ausstellung im Großherzoglichen Palais im Kur- und Schlosspark Badenweiler entdecken. Sie ist freitags von 15.00 bis 18.00 Uhr und samstags sowie sonntags von 11.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. 

Der Großherzog aus neuer Perspektive 

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Leben und Wirken des Jubilars und seine tiefe Verbindung zum Kurort. Auf 19 Tafeln erhalten die Gäste Einblicke in die ereignisreichen Leben des Großherzogs und seiner Familie. Neben der Relevanz für Badenweiler wird auch seine Bedeutung für Baden insgesamt deutlich. Denn der Großherzog lebte in einer Zeit, die von Fortschritt und Wandel geprägt war. Mit Postkarten, Fotografien, Münzen, Mitmachstationen und vielem mehr tauchen die Gäste ins Baden des 19. Jahrhunderts ein. Dabei lernen sie Friedrich I. als liberalen Monarchen kennen, der sich für die Förderung der Wissenschaften und Künste einsetzte und die Überlegungen zu einer deutschen Einheit unter preußischer Führung – die sogenannte kleindeutsche Lösung – befürwortete. In seiner Herrschaftszeit fällt unter anderem die Gewerbefreiheit, die Gleichstellung der Juden und das geheime und gleiche Wahlrecht für Männer ein. 

Stimmen der jüngeren Vergangenheit

Schreiten die Gäste in der Ausstellung und auch in der Zeit voran, entdecken sie ein besonderes Highlight: In Zeitzeugeninterviews kommen vier Personen zu Wort, die von Begegnungen mit Angehörigen des Hause Baden berichten. Im Mittelpunkt stehen ihre Erlebnisse mit der letzten Großherzogin Hilda von Baden – der Schwiegertochter Friedrichs I. – und dem Palais im Kur- und Schlosspark. Die Interviews wurden im April 2026 von seiner königlichen Hoheit Bernhard Markgraf von Baden geführt und verleihen der Geschichte des Ortes als auch der herrschaftlichen Familie eine persönliche Note. „Mit den Zeitzeugeninterviews und der Ausstellung im Allgemeinen wollen wir sowohl die Menschen aus Badenweiler als auch die Gäste des Kurorts für dieses besondere Kapitel der Ortsgeschichte begeistern“, ordnet Dr. Moritz Lange, stellvertretender Leiter Bereich Entwicklung, Sammlungen, Besucherangebote und Konservator der Staatlichen Schlösser und Gärten, die Ausstellung ein.

Sinnbild der Verbindung

Der Ausstellungsort selbst ist dabei ein Zeichen der Geschichte, die den Herrscher mit Badenweiler verbindet. Das Großherzogliche Palais wurde im Auftrag Friedrichs I. im Stile der Neorenaissance umgestaltet und diente der Familie lange Zeit als Sommerresidenz. Heute bietet das elegante Bauwerk vor allem Konzerten, Veranstaltungen und Ausstellung einen festlichen Rahmen. Diesen wollen die Staatlichen Schlösser und Gärten auch zukünftig für weitere Ausstellungsprojekte nutzen. Alexandra Müller, Leiterin der Klosterverwaltung Maulbronn, zu der auch der Kur- und Schlosspark Badenweiler gehört, erklärt: „Das Großherzogliche Palais zählt zu den kulturellen Highlights von Badenweiler, das Landesgeschichte und Architektur auf besondere Weise vereint – und das wir den Gästen noch weiter öffnen wollen. Die Jubiläumsausstellung ist hierfür der perfekte Startschuss“.

 

Service und Information 

Ein Großherzog und sein Kurort. Zum 200. Geburtstag von Friedrich I.
Ausstellung im Großherzoglichen Palais

Termin
Samstag, 20. Juni, bis Sonntag, 13. Dezember

Öffnungszeiten
Freitag 15.00 bis 18.00 Uhr
Samstag, Sonntag 11.00 bis 16.00 Uhr

Preis
Erwachsene 4,00 €
Ermäßigte 2,00 €

Kur- und Schlosspark Badenweiler
Öffnungszeiten
Tagsüber frei zugänglich

 

Kontakt

Großherzogliches Palais 
Blauenstraße 2 
79410 Badenweiler 

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Foto: Badenweiler Thermen und Touristik GmbH

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