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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH
Was am 30. März geschah …

Der Tod eines Meisters

Am 30. März 1707 starb Sébastien Le Prestre de Vauban in Paris. Er konnte auf ein langes Leben als General, Festungsbaumeister und Marschall im Dienst des Königs Ludwig XIV. von Frankreich zurückblicken. Als Architekt entwarf er uneinnehmbare Festungen, die zum Vorbild in Europa wurden.

Sébastien Le Prestre de Vauban als Baumeister in Belfort; Gemälde aus dem 18. Jahrhundert; Foto: Wikipedia, Urheber unbekannt

Stolz und erfahren zeigte sich der Baumeister Vauban bei der Planung.

AUFSTIEG NACH GANZ OBEN

1633 wurde Sébastian Le Preste de Vauban als Kind burgundischer Landadliger geboren. In der Armee Ludwigs XIV. nahm er einen kometenhaften Aufstieg. Dabei war er nicht nur Truppenbefehlshaber, er selbst entwarf zahlreiche Festungsanlagen und erhielt sogar die höchste militärische Auszeichnung Frankreichs: Maréchal de France – Marschall von Frankreich. Seine Pläne für Verteidigungsanlagen fanden noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts Verwendung. Nicht grundlos wird er daher als der wichtigste Militärarchitekt der Barockzeit betrachtet.

Büste Vaubans; Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH & Co. KG, Anja Stangl

Der Künstler fing den Blick eines stolzen Mannes ein.

EIN TAUSENDSASSA

Vaubans Vorlieben reichten über das Militärische hinaus. Zivile Bauvorhaben wie Stadtplanung oder Ausbau von Verkehrswegen interessierten ihn nicht minder. Aber auch auf den Feldern der Religion und Philosophie, der Statistik, der Ökonomie, des Steuerwesens wie der Finanzpolitik war er bewandert und veröffentliche zahlreiche Schriften. 1699 wurde er sogar zum Ehrenmitglied der französischen Akademie der Wissenschaften ernannt. Daneben engagierte er sich auch für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Armen.

Hohentwiel, Aquarell, um 1730; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Robert Bothner

Die mächtige Festung Hohentwiel bei Singen in einer Darstellung um 1730.

SCHÖPFER DES „EISERNEN GÜRTELS“

Die Zahl der von ihm modernisierten und errichteten Festungen ist beeindruckend: 160 Projekte lassen sich identifizieren. Wie ein Gürtel aus Eisen umgaben sie die französischen Außengrenzen. Das Aussehen der bei Singen gelegenen Festung Hohentwiel rührte auch aus dieser Zeit. Zwar war Vauban nicht für deren Bau verantwortlich, aber seine Entwürfe waren von großer Bedeutung. Württemberg orientierte sich beim Ausbau der bedeutenden Festungen an den Schöpfungen des großen Nachbarn.

Hohentwiel, Luftbild; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Von der einst kraftvollen Festung Hohentwiel, die zahlreichen Belagerungen trotzte, stehen heute nur noch Ruinen.

TIPP

Mehr über die Bedeutung der Festung(sruine) Hohentwiel erfährt man durch die regelmäßig stattfindende Führung.

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