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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH
Was am 13. Februar geschah …

Endlich in Sicherheit

Am 13. Februar 1211 erteilte Papst Innozenz III. ein Schutzprivileg für Kloster Schussenried, dessen Güter und die Rechte der Mönche. Dies bot endlich ausreichende Sicherheit. Der in Frankreich gegründete Prämonstratenserorden fand so eine weitere geschützte Niederlassung in Oberschwaben.

Norbert von Xanten empfängt die Ordensregeln vom heiligen Augustinus; Künstler unbekannt, um 1140; Foto: Wikipedia, Urheber unbekannt

Der Kirchenvater Augustinus übergibt Norbert von Xanten die Ordensregeln.

VON FRANKREICH IN DIE WELT

Im Jahr 1183 wurde Kloster Schussenried gegründet. Bereits zuvor ließen sich die Mönche der Prämonstratenser in Oberschwaben nieder. Die Gründung ihres Ordens war 63 Jahre früher im französischen Prémontré erfolgt. Norbert von Xanten, der bekannte Wanderprediger und spätere Erzbischof von Magdeburg, verschrieb sich mit weiteren Weggefährten einem Leben in Armut. Dies übte auch jenseits des Rheins, auf die Menschen im heutigen Deutschland, große Anziehungskraft aus.

Wappen der Freiherren von Zimmern und der Freiherren von Wartenberg; Zimmersche Chronik, um 1565, Foto: Wikipedia, Urheber unbekannt

Die Freiherren von Wartenberg gefährdeten das Kloster.

STREIT UM DAS KLOSTER

Das Prämonstratenserkloster Schussenried geriet schon wenige Jahre nach seiner Gründung in ernsthafte Auseinandersetzungen. Die beiden Stifter, die adeligen Brüder Konrad und Berengar, schenkten dem Kloster reichlich Besitz. Nach deren Tod im Jahr 1191 machten die Herren von Wartenberg Ansprüche auf das verschenkte Erbe geltend. Die Mönche mussten fliehen. In ihrer Not wandten sie sich an die oberste Autorität der Christenheit: den Papst in Rom.

Papst Innozenz III. auf einem Fresko im Kloster San Benedetto; Künstler unbekannt, um 1219; Foto: Wikipedia, Urheber unbekannt

Papst Innozenz III. stellte das Kloster Schussenried unter seinen Schutz.

SCHUTZ VON GANZ OBEN

So kam es, dass zunächst Papst Coelestin III. die Stiftungen der Gründer Konrad und Berengar bestätigte. Die Mönche kehrten daraufhin zurück. Wenige Jahre später, am 13. Februar 1211, stellte Papst Innozenz III. Schussenried unter seinen Schutz: Das Kloster, die geschenkten Güter, die Rechte und Freiheiten der Mönche waren dauerhaft gesichert. Neun Jahre später akzeptierten das auch die Herren von Wartenberg. Allmählich begann das Kloster aufzublühen und der Bau an Kirche und Kloster konnte fortgesetzt werden.

Kloster Schussenried, Luftaufnahme; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Ohne den päpstlichen Schutz wäre die weitere Entwicklung des Klosters Schussenried kaum möglich gewesen.

TIPP

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