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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH
Was am 18. Oktober geschah …

Ein französischer

Tausendsassa

Joseph Uriot war vielseitig begabt. Zeit seines Lebens war er unter anderem Schauspieler, Bibliothekar, Professor für Französische Sprache und Literatur, Musiker sowie Schriftsteller – er war eine zentrale Figur am württembergischen Hof. Der 18. Oktober 1788 ist sein Todestag.

Porträt Joseph Uriots, Schattenriss; Foto: Wikimedia Commons, Württembergische Landesbibliothek Stuttgart

Der Schattenriss zeigt das Profil Joseph Uriots.

VON FRANKREICH NACH WÜRTTEMBERG

Joseph Uriot wurde 1713 im französischen Nancy geboren. Nach seinem Theologiestudium erhielt er in Lunéville die Stelle eines Bibliothekars und Professors für Geographie und Geschichte. Als Schauspieler ging er nach Bayreuth, wo er bis 1759 blieb. Dort schloss er Bekanntschaft mit Carl Eugen, Herzog von Württemberg. 1761, mittlerweile war Uriot bereits seit zwei Jahren in Württemberg als Komödienschauspieler tätig, wechselte er erneut seine Profession: 1765 wurde er Bibliothekar für Herzog Carl Eugen.

Joseph Uriot: Rede, bey Eröffnung der von Seiner Durchlaucht dem Regierenden Herzoge zu Wirtemberg u. Teck etc. etc. etc. gestiffteten öffentlichen Bibliothek, an Höchst-Dero Geburts-Feste, 1765 gehalten, Foto: Wikimedia Commons, Urheber unbekannt

Uriots „Rede, bey Eröffnung der (….) gestiffteten öffentlichen Bibliothek (…)“.

BIBLIOTHEKAR IM DIENSTE CARL EUGENS

Uriot war mit anderen Angestellten verantwortlich für die Herzogliche Öffentliche Bibliothek, die Vorgängerin der heutigen Württembergischen Landesbibliothek. Bereits seit ihrer Gründung, die an Carl Eugens Geburtstag erfolgte, stand die Bücherei nahezu jedermann offen. Anlässlich des besonderen Tages hielt Uriot eine Rede: „Sie versammlen, Gnädigster Herr, als in einem Heiligthum, die Künste und die Wissenschaften (…) als daß sie gegenseitig sich einander die Hände bieten“.

Hohe Karlsschule, kolorierter Stahlstich nach Karl Philipp Conz; Foto: Wikimedia Commons, Wuselig

Die Hohe Karlsschule wurde 1775 vom Schloss Solitude nach Stuttgart verlegt.

VIELSEITIG BEGABT

In den 1770er Jahren erfolgte der nächste Wechsel Uriots: Fortan war er Professor für Französisch an der Karlsschule, einer herzoglichen Eliteschule. Die Söhne angesehener württembergischer Familien sollten hier auf ihre späteren Führungspositionen vorbereitet werden. Neben seinen zahlreichen Beschäftigungen veröffentlichte Uriot zudem eine Vielzahl von Lobschriften über den württembergischen Hof. Für diese europaweite Öffentlichkeitsarbeit zahlte der Herzog dem Franzosen Uriot eines der höchsten Gehälter unter den württembergischen Hofbeamten.

Residenzschloss Ludwigsburg, Hoftheater; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Joachim Feist

Das Hoftheater im Residenzschloss Ludwigsburg bildete auch eine Station im Leben Uriots.

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