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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH
Was am 4. Dezember geschah …

Deutsch-französischer

Austausch

Am 4. Dezember 1948 öffnete die Wanderausstellung „Französische abstrakte Malerei“ in München ihre Pforten. Die Ärzte und Kunstsammler Ottomar und Greta Domnick hatten sie organisiert. Zuvor waren – ebenfalls dank ihrer Bemühungen – deutsche Künstler in Frankreich zu sehen.

Greta und Ottomar Domnick; Foto: Stiftung Domnick, Urheber unbekannt

Das Ehepaar Greta und Ottomar Domnick engagierte sich gemeinsam für die Kunst.

STÜTZEN DER ABSTRAKTEN KUNST

Greta und Ottomar Domnick sind für die deutsch-französische Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts von herausragender Bedeutung. Dies liegt nicht so sehr an ihrer Sammelleidenschaft für abstrakte Kunst, sondern an ihrem Engagement für ebendiese. Entschieden und energisch verteidigten die Domnicks sie gegen ihre Kritiker in der frühen Nachkriegszeit. Nicht nur mit Worten und Reden beanspruchten sie dabei einen Platz für die abstrakte Kunst, sondern auch ganz konkret mit ihren Taten: Ottomar Domnick war Organisator für Ausstellungen.

Sammlung Domnick, Willi Baumeister, »Eidos III«, 1939; Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH & Co. KG, Anja Stangl

Abstrakte Kunst: Eidos III – heute in der Sammlung Domnick zu sehen.

DEUTSCHE KÜNSTLER IN FRANKREICH

Auf Bitten des Künstlers Willi Baumeister stellte Ottomar Domnick 1948 Werke von zehn deutschen Malern zusammen, um sie auf einer Ausstellung für abstrakte Kunst in Paris zu präsentieren. Dies war ein voller Erfolg, wie ein Bericht in der Zeitung „Die Zeit“ von 1949 verdeutlich: „Im Sommer 1948 ist viel von einer Ausstellung die Rede gewesen (…) und mancher von uns hätte sich wohl gewünscht, diese Ausstellung sehen zu können, um so mehr, als auch eine Gruppe deutscher Maler vertreten war.“

Sammlung Domnick, Ausschnitt aus Hans Hartung T 1948-18 (»formes noires«), 1948; Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH & Co. KG, Anja Stangl

Hans Hartungs »formes noires« in der Sammlung Domnick.

FRANZÖSISCHE KÜNSTLER IN DEUTSCHLAND

Die Domnicks konnten diesen Wunsch bald erfüllen. Mit neuem Elan organisierten sie die Wanderausstellung „Französische abstrakte Malerei“. Am 4. Dezember 1948 eröffnete die Ausstellung in München. Zuvor war sie bereits in Stuttgart, hiernach wanderte sie weiter nach Düsseldorf und Hannover. Ein wissenschaftlicher Sammelband würdigte 2006 die Rolle Ottomar Domnicks: Er habe „wesentlich zu einem neuen Brückenschlag zwischen Deutschland und Frankreich beigetragen und deutschen Künstlern den Weg in die französische Metropole wiedereröffnet.“

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Die Sammlung Domnick beherbergt noch heute abstrakte Kunst, die das Ehepaar Domnick sammelte.

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