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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH
Was am 2. August geschah …

Erste Schritte der Annäherung

Am 2. August 1948 trafen sich Vertreter Badens, Württemberg-Hohenzollerns und Württemberg-Badens. Die drei Länder entstanden nach der Besetzung des deutschen Südwestens durch die USA und Frankreich. Die Konferenz signalisierte eine Annäherung der drei Staaten, an deren Ende Baden-Württemberg stand.

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Der deutsche Südwesten vor und nach 1945.

DIE „STUNDE NULL“

Der 8. Mai 1945, das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, gilt als „Stunde Null“ – als der Beginn einer neuen Zeit für die Deutschen und Deutschland. Das Gebiet des heutigen Baden-Württembergs wurde von Frankreich und den USA besetzt. Damit verbunden war eine Umgestaltung der politischen Landkarte: Aus den drei alten Ländern Württemberg, Baden und dem preußischen Hohenzollern wurde die drei neuen Württemberg-Baden, Baden und Württemberg-Hohenzollern. An das vereinigte Baden-Württemberg von heute war 1945 nicht zu denken.

Von links: Innenminister Viktor Renner, Tübingen, Staatspräsident Leo Wohleb, Freiburg im Breisgau, Finanzminister Heinrich Köhler, Karlsruhe, Ministerpräsident Reinhold Maier, Stuttgart; Foto: Landesarchiv Baden-Württemberg

Hochrangige Vertreter der drei neuen südwestdeutschen Länder im Gespräch.

DER WUNSCH NACH EINIGUNG

Auf Wunsch der Alliierten lud der Stuttgarter Ministerpräsident Reinhold Maier für den 2. August 1948 zu einer Konferenz auf dem Hohenneuffen. Politiker und große Teile der Gesellschaft Württemberg-Hohenzollerns und Württemberg-Badens waren 1948 für einen Zusammenschluss der drei Staaten. Lediglich Baden plädierte für die Restauration in den Vorkriegsgrenzen. Die Konferenz, an der über 50 Regierungsmitglieder und Parlamentarierer der drei Staaten teilnahmen, verfolgte dennoch ein Ziel: Annäherung.

Festungsruine Hohenneuffen, Gedenktafel; Foto: Staatsanzeiger für Baden-Würrttemberg GmbH, Anja Stangl

Die Gedenktafel am Hohenneuffen erinnert an den ersten Annäherungsversuch.

EIN ANREGENDER KONFERENZORT

Neben der großzügigen Bewirtung und dem Singen volkstümlicher Lieder brachte der Konferenzort selbst die Teilnehmer näher zusammen. Der Blick der Anwesenden konnte vom Hohenneuffen aus in die Ferne schweifen: bis hin zur Zonengrenze zwischen Nürtingen und Reutlingen. Bei der Tagung plädierten fast 20 Redner für einen einheitlichen Südweststaat – lediglich von badischer Seite gab es andere Vorstellungen. Die Gründung Baden-Württembergs zog sich noch vier Jahre hin. Erst 1952 kamen die Länder durch eine Volksabstimmung zusammen.

Festungsruine Hohenneuffen, Luftansicht; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

An diesem Ort trafen sich die Vertreter der drei südwestdeutschen Staaten. Heute kann man, wie damals, den Blick in die Ferne wagen.

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