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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH
Was am 6. Mai geschah …

Startschuss für

den Schlossbau

Am 6. Mai 1704 war Baubeginn: Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg hatte den Auftrag erteilt, ein Jagdschloss zu bauen. Dieses entstand auf dem Gebiet des heutigen Ludwigsburg. Der Bau wurde Stück für Stück energisch erweitert; der Herzog eiferte dem französischen Schloss Versailles nach.

Residenzschloss Ludwigsburg, Porträt Eberhard Ludwigs; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Urheber unbekannt

Der Gründer Ludwigsburgs: Herzog Eberhard Ludwig.

GROSSE PLÄNE

Mit nur 16 Jahren fasste Herzog Eberhard Ludwig 1693 einen richtungsweisenden Entschluss: Wenige Wegstunden nördlich von Stuttgart sollte ein Jagdschloss entstehen. Dort fand sich reichlich Wild und der Herzog war ein Liebhaber dieses höfischen Freizeitvergnügens. An eben diesem Ort waren einst drei Höfe gestanden, die 1693 von französischen Soldaten niedergebrannt wurden. Die Grundsteinlegung des bald „die Ludwigsburg“ genannten Gebäudes fand elf Jahre später statt. Rasch erwuchs ein neuer Gedanke im Herzog.

Residenzschloss Ludwigsburg, Kupferstich um 1709 nach Johann Friedrich Nette; Scan: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg

Das Residenzschloss Ludwigsburg wusste bereits früh durch seine Pracht zu überzeugen.

VOM JAGD- ZUM PRACHTSCHLOSS

Das Schloss sollte zunehmend repräsentativer werden. Das Vorbild fand der Fürst in Frankreich: Eberhard Ludwig war von der Residenz des französischen Königs Ludwig XIV., Schloss Versailles, angetan. Zahlreiche Um- und Anbauten am Gebäude wurden ausgeführt. Rechts und links des Alten Hauptbaus kamen zwei Flügel hinzu. Das ursprüngliche Jagdschloss wurde kurz darauf durch eine Schlosskapelle, eine Ordenskapelle und ein Theater ergänzt. Weitere Bauten für den großen Hofstaat ergänzten die Anlage.

Residenzschloss Ludwigsburg, Blick nach außen; Foto: Landesmedienzentrum, Sven Grenzemann

Noch heute sieht man dem Straßenzügen ihren Ursprung an.

ENTSTANDEN AM REISSBRETT

Bald darauf fasste Herzog Ludwig noch größere Pläne: Eine Stadt sollte um das Schloss entstehen. Zur Beförderung seines Vorhabens schenkte er den Bauwilligen „nicht nur den Platz und die Bau-Materialien gratis und ohne Entgelt“. Er erließ ihnen auch die Steuern auf 15 Jahre. Ludwigsburg war daher keine nach und nach organisch gewachsene Stadt, sondern am Reißbrett geplant. Dies hatte einen entscheidenen Vorteil: Die Stadt war nicht so dicht bebaut und die Straßen breiter als in Stuttgart – und damit deutlich repräsentativer.

Residenzschloss Ludwigsburg, Innenhof mit Altem Hauptbau; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ralf Cohen

Das Residenzschloss Ludwigsburg: im Mittelpunkt der Alte Hauptbau von Eberhard Ludwig.

TIPP

Die weitere Geschichte des Residenzschlosses Ludwigsburgs und der Stadt Ludwigsburg lernen Sie am besten durch eine der vielfältigen Standardführungen kennen.

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