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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH
Was am 5. Juni geschah …

Es ist ein Mädchen

Am 5. Juni 1811 brachte Stéphanie von Baden in Schloss Schwetzingen ihre erste Tochter zur Welt. Napoleon Bonaparte, der Kaiser der Franzosen, hatte die Hochzeit zwischen ihr und Erbprinz Carl Ludwig Friedrich 1806 arrangiert. Die Ehe sollte Baden stärker an Frankreich binden.

DER ZWECK HEILIGTE DIE MITTEL

Stéphanie Louise Andrienne de Beauharnais – besser bekannt als Stéphanie von Baden – wurde 1789 in Versailles geboren. Nichts deutete darauf hin, dass sie einst einen deutschen Adligen heiraten würde. Doch Napoleon Bonaparte adoptierte sie. Stéphanie war eine Verwandte seiner Frau Joséphine de Beauharnais. Der Kaiser der Franzosen ermöglichte ihr eine standesgemäße Ausbildung. 1806 musste sie den Thronfolger Badens, Carl Ludwig Friedrich, heiraten – Napoleon wollte das Land am Rhein näher an sich binden.

Schloss Mannheim, Porträt Carls von Baden; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Armin Weischer
Schloss Mannheim, Porträt Stephanies von Baden; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Urheber unbekannt

Carl Ludwig Friedrich und Stephanie von Baden: vereint, aber nicht aus Liebe.

Entwicklung Badens 1801-1809; Foto: Wikimedia Commons, kgberger

Von einer kleinen Markgrafschaft zum Großherzogtum: Baden und Napoleon.

„PUFFERSTAAT“ BADEN

Baden spielte, genauso wie Württemberg, für Napoleons Politik eine wichtige Rolle. Österreich, und damit auch der Kaiser, – langjähriger Konkurrent und Gegenspieler Frankreichs – sollte geschwächt werden. Dafür schuf der Kaiser der Franzosen das Königreich Württemberg und das Großherzogtum Baden. Beide bildeten einen Puffer zwischen Frankreich und Österreich: Sie waren stark genug, um an der Seite Frankreichs kämpfen zu können, gleichzeitig aber auch ausreichend schwach, um sich nicht gegen das mächtige Frankreich aufzulehnen.

Luise von Baden, Lithographie von Josef Kriehuber, 1837; Foto: Wikimedia Commons, Urheber unbekannt

Luise von Baden, die erste Tochter Stéphanies.

MUTTERGLÜCK FÜR STÉPHANIE

Die Ehe der Französin mit dem Badener begann schwierig. Die beiden kannten sich nicht – die Hochzeitsnacht verbrachte Carl vor der verschlossenen Tür Stéphanies. Erst vier Jahre nach ihrer Hochzeit, im Jahr 1810, fanden sie zueinander. Im darauffolgenden Jahr bekam das Paar das erste Kind in Schloss Schwetzingen: Luise von Baden. Es folgten zwei weitere Söhne, die bereits früh verstarben, und zwei Töchter. Nach dem Tod ihres Mannes 1818 lebte Stéphanie noch mehr als 40 Jahre und erfüllte repräsentative Aufgaben für das Großherzogtum.

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Schloss Schwetzingen: An diesem Ort erblickte das erste Kind des Erbprinzenpaares das Licht der Welt.

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