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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH
Was am 6. März geschah …

Friede für Europa

Am 6. März 1714 zog der Frieden ein. Der Spanische Erbfolgekrieg, der Europa zwischen 1701 und 1714 in Atem gehalten hatte, endete mit dem Friedensschluss von Rastatt. Vorausgegangen war ein Konflikt zwischen Frankreich und seinen Gegnern, der Spuren auch im heutigen Deutschland hinterließ.

König Karl II. von Spanien, Gemälde von Juan Carreño de Miranda um 1685; Foto: Wikipedia, Urheber unbekannt

Der letzte König Spaniens aus der Familie der Habsburger: Karl II.

ERBSTREITIGKEITEN

Am 1. November 1700 starb Karl II., König von Spanien. Er stammte aus dem hochadeligen Geschlecht der Habsburger. Aus den Reihen dieser Familie ging regelmäßig der Kaiser des „Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation“ hervor. Karl II. setzte, da er keine Kinder hatte, Philipp V. zum Erben ein – ein Affront, den die österreichischen Habsburger nicht hinnehmen konnten, denn Philipp war ein Neffe des französischen Königs Ludwig XIV. Zudem fürchteten sie eine Übermacht Frankreichs in Europa.

Der Sonnenkönig Ludwig XIV. (rechts) erhebt seinen Neffen zum König von Spanien.

DER KONFLIKT ERREICHTE BADEN

Die zur damaligen Zeiten bestehenden badischen Staaten – Baden-Durlach und Baden-Baden – wollten zunächst neutral bleiben. Zu schmerzhaft waren die Erinnerungen an den erst wenige Jahre zuvor beendeten Krieg mit dem Nachbarn Frankreich. Doch die Auseinandersetzung erreichte schließlich die Markgrafschaften. 1706 wurde das imposante Residenzschloss Rastatt besetzt. Hier wurde 1714 der Rastatter Frieden geschlossen. Frankreich und Österreich beendeten ihre Kämpfe. Daneben standen der Friede von Utrecht sowie der Friede von Baden.

Medaille auf den Frieden von Rastatt (Rückseite), hergestellt von Georg Friedrich Nürnberger 1714 ; Foto: Landesmuseum Württemberg, H. Zwietasch

PAX RASTADIENS – in Deutsch: „Der Friede von Rastatt“.

PAX RASTADIENS

Dass es sich dabei um einen wichtigen Frieden handelte, zeigt die prächtige silberne Medaille. Der Nürnberger Münzmeister Georg Friedrich Nürnberger schuf sie noch im Jahr des Rastatter Friedensschlusses. Zu sehen ist der antike Kriegsgott Mars vor dem Janustempel, dessen Türen er gerade schließt. Das geöffnete Gebäude zeigte im alten Rom an, dass sich die antike Weltmacht im Krieg befand. Die Zeitgenossen verstanden die Anspielung. Mars konnte nun auch 1714 die Türe schließen – der Friede von Rastatt war eingetreten.

Residenzschloss Rastatt, Außenansicht, Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Christoph Hermann

Der Weg nach Rastatt war lang und zäh, aber am Ende stand der Frieden.

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