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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH
Was am 24. Oktober geschah …

Das Ende eines Albtraums

Mit der doppelten Unterzeichnung des Friedensvertrags von Münster und Osnabrück zog am 24. Oktober 1648 der Friede in Mitteleuropa ein: Der Dreißigjährige Krieg war beendet. Frankreich, Schweden, der Kaiser und das Reich einigten sich. In den letzten Kriegsjahren litt Württemberg besonders stark.

Porträt Herzog Eberhards III. von Württemberg, Kupferstich um 1654; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Robert Bothner

Herzog Eberhard III. war gezwungen, 1634 nach Straßburg ins Exil zu fliehen.

DER KRIEG KOMMT NACH WÜRTTEMBERG

1618 begann ein Konflikt, der Europa drei Jahrzehnte beschäftigen sollte: der Dreißigjährige Krieg. Anfangs möglicherweise noch ein Religionskrieg, weitete er sich rasch aus zum europäischen Mächtekrieg. Der Name täuscht jedoch – es war kein einheitlicher, 30 Jahre währender Konflikt. Beispielsweise wurde Württemberg erst 1632 richtig vom Krieg erfasst. Nach der 1634 für die Protestanten verlorenen Schlacht bei Nördlingen floh Eberhard III., Herzog Württembergs, nach Straßburg. Für Württemberg schien alles verloren.

Die Belagerung der Festung Hohentwiel, Matthäus Merian der Ältere, 1641; Foto: Wikimedia Commons, Urheber unbekannt

Kupferstich der „Belägerung der Vestung Hochen Twiel Im Jahr 1641“.

DIE BELAGERUNGEN DES HOHENTWIELS

Die württembergischen Festungen fielen nach und nach – bis auf eine. Der Kommandant Konrad Widerholt hielt mit seinen rund 500 Mann Kriegsvolk in der Festung Hohentwiel der gegnerischen Übermacht stand. Weder die Truppen des Kaisers, noch die Bayerns oder Vorderösterreichs waren erfolgreich. Der Hohentwiel war ein wichtiger Stützpunkt für Frankreich und seine Verbündeten. Um seine Stellung zu halten, unternahmen Widerholts Truppen Raubzüge in die nähere Umgebung – dabei waren Entführungen, Erpressungen und Brandschatzungen an der Tagesordnung.

Büste Konrad Widerholts; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Konrad Widerholt – ein württembergischer Held des Dreißigjährigen Krieges.

STANDHAFT BIS ZUM ENDE

Widerholt genoss große Anerkennung seitens der Württemberger, was Teile eines Gedichts von 1643 deutlich zeigen: „Conradus Widerhole / der tewr und tapfer Held / Ist höher als das Golde / Zu schäzen und vil Gelt“. 1648 wurde endlich Frieden geschlossen. Die Armeen Frankreichs, des Kaisers und weiterer Befehlshaber zogen allmählich ab. Eine Welle der Erleichterung erfasste das Land. Zahlreiche Dankgebete und -lieder wurden verfasst und gedruckt. Württemberg gelang die vollständige Wiederherstellung seines Gebietes.

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In der Festung findet sich noch heute ein Denkmal zu Ehren Widerholts.

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