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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH
Was am 5. September geschah …

Der Beginn einer

kurzen Amtszeit

Am 5. September 1802 wurde Caspar Oexle zum Abt von Kloster Salem gesegnet. Sein Amt war nur von kurzer Dauer. 1802 fiel das Kloster an Baden, 1804 wurde es geschlossen, die Geistlichen verließen Salem. Grund hierfür waren die Kriege Napoleons, des Kaisers der Franzosen.

Porträtrelief am Caspar-Oechsle-Denkmal in Schömberg (Zollernalbkreis), Foto: Wikimedia Commons, Andreas Praefcke

Dem Abt Caspar Oexle wurde in seinem Geburtsort 2010 ein Denkmal gesetzt.

EIN LEBEN FÜR DEN GLAUBEN

Am 24. Februar 1752 kam Johann Nepomuk Oexle auf die Welt. Er war der Sohn des Orgelbauers Samuel Oexle. Sein Eintritt in das Zisterzienserkloster Salem erfolgte 1770. Dabei nahm er einen neuen Namen an: Caspar. Acht Jahre später wurde er zum Priester geweiht. Caspar war in Salem als Bibliothekar der Klosterbibliothek und als Lehrer am Klostergymnasium tätig. Außerdem unterstützte er als Sekretär den erkrankten Salemer Abt Robert Schlecht in dessen letzten Lebensjahren. Nach Schlechts Tod wurde Oexle 1802 zu seinem Nachfolger gewählt.

Österreichisches Militär vor dem Kloster Salem, Farbgebung rekonstruiert, Johann Sebastian Dir, 1804, Foto: Wikimedia-Commons, Urheber unbekannt

Militär vor dem Kloster Salem. Bis zur Schließung war es nicht mehr weit.

EINE KURZE AMTSZEIT

Am 5. September 1802 wurde Caspar Oexle feierlich ins Amt eingesegnet. Zehn Tage später erhielt er die Vollmacht über die Oberdeutsche Kongregation der Zisterzienser. Dies war der Bund süddeutscher, elsässischer und schweizerischer Zisterzienserklöster. Seine Herrschaft über Salem und die Kongregation endete bereits im Winter 1802 – Salem wurde badisch. Kurze Zeit wurde das Kloster noch von Oexle verwaltete, ehe man es 1804 schloss. Die Geistlichen gingen fort, Kunst und Bücher wurden meistbietend veräußert. Salem wurde Sommersitz der Badener.

Urkunde der Inbesitznahme der Klöster Salem und Petershausen durch die Söhne des Markgrafen von Baden; Foto: Wikimedia Commons, Urheber unbekannt

Die Urkunde regelte die Übernahme Salems durch die Söhne des Markgrafen.

DIE INBESITZNAHME SALEMS

Der Hintergrund: Durch die Kriege Napoleons verloren einige deutsche Fürsten ihre Gebiete links des Rheins. Zum Ausgleich sollten sie rechts des Rheins entschädigt werden. Baden nahm bereits im Oktober die Klostergüter Salems in Besitz. Der amtierende Markgraf schlug sie im November seinen Söhnen zu. Durch eine Urkunde machten sie „zu jedermans Wissenschaft öffentlich bekannt, daß Uns zur Entschädigung, für anderwärts verlohrne Besitzungen die Reichsprälaturen Salmansweiler und Petershaussen (…) zugetheilt worden.“

Kloster und Schloss Salem, Luftansicht; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Mit der Säkularisation endete die herrschaftliche Geschichte der Reichsabtei Salem.

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