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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg; Illustration: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, JUNG:Kommunikation GmbH
Was am 10. August geschah …

Der innig ersehnte Frieden

Am 10. August 1678 unterzeichneten Frankreich und die Republik der Niederlande den Frieden von Nimwegen. Weitere Friedensverträge folgten und brachten Europa wieder Ruhe – zumindest für einige Zeit. Im deutschen Südwesten war man dankbar, denn auch hier waren die Auswirkungen des Krieges greifbar.

François de Créquy, Henri Decaisne, 1834; Foto: Wikimedia Commons, Jimmy44

Marschall François de Créquy befehligte die französischen Truppen.

EIN KONTINENT UNTER WAFFEN

Von 1672 bis 1678 hielt der Niederländisch-Französische Krieg Europa in Atem. Ludwig XIV., der König Frankreichs, begann ihn in der Hoffnung auf Eroberungen. Zahlreiche europäische Staaten – Schweden, England, Spanien, Österreich – standen sich bald gegenüber. Nachdem die französischen Truppen 1677 Freiburg eroberten, drangen sie weiter Richtung Österreich vor. Dabei stießen sie auch auf das Gebiet des neutral gebliebenen Baden-Durlachs vor. In Badenweiler verlangten sie Aufnahme in die Burg – ansonsten würden sie diese verwüsten.

Burg Badenweiler, Burgruine; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andreas Weise

Von der Burg stehen heute nur noch Trümmer.

DAS ENDE DER BURG

Obwohl man den Franzosen die Burg geöffnet hatte, wurde sie letztendlich am 6. April 1678 zerstört. Der Befehlshaber François de Créquy verfolgte dabei die Taktik der verbrannten Erde: Beim Abzug sollte seinen Feinden nichts in die Hände fallen. Der 1678 geschlossene Friede von Nimwegen und die anschließenden Verträge beendeten den Krieg – zu spät für die Burg Badenweiler. In den folgenden Jahren diente die Burgruine als Steinbruch. Die Bevölkerung der umliegenden Orte nutzte die Steine für den Wiederaufbau ihrer Häuser.

Burg Badenweiler, Außenansicht; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Zwar stehen nur noch Ruinen, dennoch vermögen es auch diese, die einstige Größe der Burg vor Augen zu führen.

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