Kommen. Staunen. Geniessen.

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Donnerstag, 5. Juli 2018

Schloss Favorite Rastatt | Ausstellungen

AUSSTELLUNG VOM 21. JULI BIS 21. OKTOBER

Ein außergewöhnliches Projekt für ein außergewöhnliches Thema: Die Eremitage in Rastatt Favorite ist eine absolute Besonderheit. In 14 Tagen öffnet die Ausstellung die Tore, die die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg zum 300-jährigen Jubiläum des Bauwerks ausrichten. Im Erdgeschoss von Schlosses Favorite wird die Geschichte und Bedeutung der Eremitage der Markgräfin Sibylla Augusta vorgestellt – und mit der Eintrittskarte erhält man an bestimmten Tagen Zutritt zum fragilen Kapellenbau im Garten. Die Ausstellung, begleitet von einem Vortrag und Führungen, ist vom 21. Juli bis zum 21. Oktober in Schloss Favorite Rastatt zu sehen.

Ausstellung „Repräsentation und Rückzug“ startet am 21. 7.

Ein außergewöhnliches Projekt für ein außergewöhnliches Thema: Die Eremitage in Rastatt Favorite ist eine absolute Besonderheit. In 14 Tagen öffnet die Ausstellung die Tore, die die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg zum 300-jährigen Jubiläum des Bauwerks ausrichten. Im Erdgeschoss von Schlosses Favorite wird die Geschichte und Bedeutung der Eremitage der Markgräfin Sibylla Augusta vorgestellt – und mit der Eintrittskarte erhält man an bestimmten Tagen Zutritt zum fragilen Kapellenbau im Garten. Die Ausstellung, begleitet von einem Vortrag und Führungen, ist vom 21. Juli bis zum 21. Oktober in Schloss Favorite Rastatt zu sehen.

EREMITAGE IST NUR WENIGEN BEKANNT
Den Kapellenbau und seine Ausstattung kennen nicht viele, denn die Tür zur Einsiedelei öffnet sich üblicherweise nur bei wenigen Führungsterminen. Der Grund dafür: Der Bau ist empfindlich. „Arme“, einfache Materialien sollten bei solchen Einsiedeleien verbaut werden, das war Teil des Konzeptes. Baumrinde und rohes Holz bestimmen daher auch den Eindruck. Der achteckige Bau enthält im Zentrum eine Kapelle u.a. mit Figuren von Maria, Christus und Maria Magdalena sowie ein kleines Speisezimmer mit lebensgroßen Figuren der Heiligen Familie: Die realistischen Figuren aus Wachs, mit Haaren und richtiger Kleidung, stammen ebenfalls aus der Zeit der Markgräfin. In ihrer Gesellschaft verbrachte die fromme Fürstin vor 300 Jahren ganze Tage.

AUSSTELLUNG MACHT DIE EINZIGARTIGKEIT DEUTLICH
„Man wird in der Ausstellung sehen, dass Markgräfin Sibylla Augusta hier eine fürstliche Tradition und Sitte ihrer Zeit aufgriff – und doch einen ganz eigenen Weg ging“, erklärt Dr. Petra Pechaček, als Konservatorin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg für Schloss Favorite zuständig: „Unsere Ausstellung zeigt, in welche Tradition die außergewöhnliche Eremitage gehört – und welchen Austausch es zwischen den Fürstenhäusern gab. Sibylla Augusta ließ sich durch München inspirieren. Die Favoriter Eremitage hingegen war wiederum Anregung für Waghäusel.“ Auch wenn es Einsiedeleien ab dem 17. Jahrhundert in manchen Schlossgärten gab – dort gelebt haben die fürstlichen Auftraggeber kaum jemals. Die Markgräfin hingegen verbrachte ganze Tage dort. Sibylla Augusta sah sich wohl gern in verschiedenen Rollen: Der Eindruck ergibt sich beim Blick auf die berühmten Kostümbilder in der Favorite, die die Markgräfin in einer Vielzahlt von Verkleidungen zeigen. In der Rastatter Schlosskirche lässt sich die Markgräfin im Deckenbild als Heilige Helena verewigen. Und in der Eremitage war die Fürstin die büßende Sünderin Maria Magdalena.

DAS BAUPROJEKT DER MARKGRÄFIN
Zwischen 1717 und 1718 ließ Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden (1675–1733) das kleine Bauwerk von ihrem Hofarchitekten Michael Ludwig Rohrer erbauen. Mit karger Ausstattung und mystischer Atmosphäre war die Eremitage der Gegenpol zum nahe gelegenen reich ausgestatteten Schloss: Privater Rückzug, stille Buße und fromme Andacht standen der höfischen Pracht und den Lustbarkeiten des Schlosses gegenüber. Die Eremitage ist ein Beispiel der tiefen Religiosität, die Sibylla Augusta auszeichnete und prägte. Und sie steht im Zusammenhang mit den von der Markgräfin errichteten Nachbildungen der „Heiligen Stätten“ in und um Rastatt.

SERVICE: INFORMATIONEN ZUR AUSSTELLUNG
In Kooperation mit dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig zeigen die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg zum 300-jährigen Jubiläum der Eremitage von Schloss Favorite eine Sonderausstellung. Sie befasst sich mit dem Typus der höfischen Eremitagen, ihrer Geschichte und Bedeutung. Die Ausstellung, ein umfangreicher Begleitband von ca. 260 Seiten sowie eine Begleitbroschüre zur Ausstellung sind entstanden als Ergebnisse eines umfangreichen wissenschaftlichen Forschungsprojekts der Kuratorin, Prof. Dr. Nadja Horsch, Universität Leipzig. Die Ausstellung in den sechs Erdgeschossräumen des Lustschlosses zeigt anhand von zahlreichen Exponaten und Abbildungen die Geschichte und Bedeutung eines kulturgeschichtlichen Phänomens. Während der Dauer der Ausstellung öffnet sich an regelmäßigen Terminen das hölzerne Portal der Eremitage für kurze Rundgänge; normalerweise sind die kleinen Räume mit ihrer fragilen Ausstattung nur selten bei Führungen zu sehen. Außerdem werden Führungen durch die Ausstellung mit anschließendem Besuch der Eremitage angeboten.

► HINWEIS FÜR DIE VERTRETERINNEN UND VERTRETER DER MEDIEN
Bitte beachten Sie: Für die Vertreterinnen und Vertreter der Medien wird es am Freitag, 21. Juli, um 10 Uhr einen Rundgang vor der Eröffnung geben.

SERVICE UND INFORMATION
Repräsentation und Rückzug
Die Eremitage von Schloss Favorite Rastatt
Ausstellung in Schloss Favorite. 21. Juli bis 21. Oktober 2018

AUSSTELLUNGSORT
Schloss Favorite Rastatt
Am Schloss Favorite 5
76437 Rastatt-Förch

EINTRITT
Der Besuch der Ausstellung ist im Schlosseintritt von 8,00 € enthalten.

ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag – Sonntag und Feiertage
10.00 – 18.00 Uhr

BESUCH DER EREMITAGE MIT KURZFÜHRUNG
Die Eremitage kann mit dem regulären Schlossticket oder einem Einzelticket von 2,00 € an folgenden Tagen mit Kurzführung besucht werden:

Sonntag, 22. Juli, 14.00 -17.00 Uhr
Sonntag, 5. August, 14.00 -17.00 Uhr
Samstag, 18. August, 10.00 -13.00 Uhr
Sonntag, 19. August, 14.00 -17.00 Uhr
Sonntag, 2. September, 14.00 -17.00 Uhr
Sonntag, 16. September, 14.00 -17.00 Uhr
Samstag, 29. September, 10.00 -13.00 Uhr
Sonntag, 30. September, 14.00 -17.00 Uhr
Sonntag, 14. Oktober, 14.00 -17.00 Uhr

FÜHRUNGEN DURCH AUSSTELLUNG UND EREMITAGE
Start jeweils um 14.00 Uhr. Dauer ca. 1,5 Stunden
Sonntag, 12. August 2018
Sonntag, 26. August 2018
Sonntag, 23. September 2018
Sonntag, 7. Oktober 2018
PREIS: Erwachsene 12,00 €, Ermäßigte 6,00 €, Familien 30,00 €

VORTRAG
18. Juli 2018, 19.00 Uhr
Bequeme Einöden
Die Eremitage der Favorite und die Typologie höfischer Einsiedeleien
Prof. Dr. Nadja Horsch, Universität Leipzig
Die Kuratorin der Ausstellung „Repräsentation und Rückzug. Die Eremitage von Schloss Favorite Rastatt" gibt eine Einführung ins Thema.

VERANSTALTUNGSORT
Residenzschloss Rastatt, Wehrgeschichtliches Museum. Gartensaal
Eintritt frei

SERVICE, INFORMATION
Anmeldung für die Führungen:
Service Center Schloss Rastatt
Telefon +49(0)62 21. 6 58 88 15
service@schloss-favorite.de

Schloss Favorite
76437 Rastatt-Förch
Telefon +49(0)72 22.4 12 07
info@schloss-favorite-rastatt.de

Download und Bilder

Die Eremitage

Bildnachweis

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl

Technische Daten

JPG, 2600x1733 Pxl, 1 dpi, 0.70 MB