Wehrhafte Residenz der Äbte und Pröpste

Schloss ob Ellwangen

Brennende Holzscheite; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Julia Haseloff
EIN BLITZSCHLAG UND SEINE FOLGEN

DIE SCHÖNENBERGKIRCHE

Ein bedrohliches Naturereignis hätte Ellwangen im ausgehenden 17. Jahrhundert fast in Schutt und Asche gelegt. Wie durch göttliche Fügung blieb die Stadt jedoch davor bewahrt. Bis heute erinnert die Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg an diesen bedeutungsvollen Tag.

Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg; Foto: Tourist-Information Ellwangen

Die Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg.

FÜRSTBISCHÖFLICHES GELÜBDE

Fürstpropst Johann Christoph Adelmann von Adelmannsfelden und sein enger Berater, der Jesuitenpater Philipp Jenningen, beobachteten am 14. September 1681 ein starkes Gewitter. Ein Blitz schlug im Schloss ein, das entfachte Feuer breitete sich aus und drohte, auf die Stadt Ellwangen überzugreifen. Jenningen rang dem Fürstpropst ein Versprechen ab: Sollte die Stadt von der verheerenden Gefahr verschont bleiben, würde von Adelmannsfelden die alte Wallfahrtskapelle auf dem Schönenberg erneuern.

Chor der Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg; Foto: Tourist-Information Ellwangen

Der barocke Chor der Wallfahrtskirche auf dem Schönenberg.

ZWEITER BLITZSCHLAG

Tatsächlich drehte sich der Wind und das Feuer erlosch. Der Fürstpropst hielt sein Versprechen: Schon ein Jahr später begann der Neubau nach Plänen des Vorarlberger Baumeisters Michael Thumb. 1706 wurde die Kirche selbst vom Blitz getroffen und brannte fast vollkommen nieder. Der sofort eingeleitete Wiederaufbau war 1729 beendet. Heute zählt die Schönenbergkirche zu den bedeutendsten Kirchen in Ostwürttemberg.

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