Barockes Idyll und Grablege Götz von Berlichingens

Kloster Schöntal

Der Kreuzgang im Kloster Schöntal; Foto: Foto Besserer
Der Stifter und sein Kloster

Wolfram von

Bebenburg

Der Adlige Wolfram von Bebenburg stiftete auf seinem Familiengut beim heutigen Neusaß ein Zisterzienserkloster, dem er drei Höfe als Erstausstattung übergab. Er selbst trat als Laienbruder in das Kloster ein, wo er noch vor 1163 starb. Sein Grabmal befindet sich in der Klosterkirche.

Außenansicht der Wallfahrtskapelle Neusaß; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Jürgen Besserer

Die Wallfahrtskapelle in Neusaß.

Einlösung eines Gelübdes?

Offenbar löste Wolfram ein Gelübde ein, das er als Teilnehmer des Zweiten Kreuzzuges von 1147 bis 1149 gegeben hatte: Bei seiner Rückkehr würde er ein Kloster stiften. Kaiser Friedrich Barbarossa bestätigte die Klostergründung im Jahr 1163, womit er die Verdienste Wolframs beim Kreuzzug würdigte. Wolfram von Bebenburg war dem Orden der Zisterzienser zugeneigt und trat selbst dem Kloster als Laienbruder bei.

Detailansicht des Berliching'schen Wappens in Kloster Schöntal; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Das Berliching'sche Wappen.

Woher kam das Land für den Umzug des Klosters?

Wolfram von Bebenburgs Frau stammte aus der Familie der von Berlichingen. Sie hatte jenes Land im Jagsttal mit in die Ehe gebracht, auf dem sich die Zisterziensermönche aus Neusaß schließlich niederließen. Die von Berlichingens erhielten dafür das Recht der Grablege im Kloster. Bei einem späteren Aktenfund in der Burg Jagsthausen wurde ein weiteres Detail aus dem Leben Wolframs bekannt: Seine Mutter stammt offenbar ebenfalls von der Adelsfamilie der von Berlichingen ab.

TIPP

Bei einer Wanderung von Schöntal zur Wallfahrtskirche in Neusaß können Sie sich auf historische Spurensuche begeben und dabei die Kulturlandschaft Hohenlohe genießen.

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