Aussichtsbalkon mit berühmter Fernsicht

Burg Alt-Eberstein

Blühende Rosen am Torweg von Burg Alt-Eberstein; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Julia Haseloff
Eine Sage über das Wappen

Die Ebersteiner Rose

Eine rote Rose mit blauer Mitte schmückte das Wappen der Grafen von Eberstein. Noch heute ist es im Ortswappen von Ebersteinburg enthalten. Wie es zu diesem Motiv kam, versucht die folgende Überlieferung zu erklären – ihren Wahrheitsgehalt muss man allerdings bezweifeln.

Wappen der Markgrafen von Baden, Lithografie um 1820; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Wappen Badens mit Rose und Eber.

Päpstliches Geschenk

Nach der gescheiterten Belagerung der Burg Alt-Eberstein soll Kaiser Otto I. dem jüngsten Sohn der Ebersteiner seine Tochter zur Frau gegeben haben. Seinen neuen Schwiegersohn schickte er in diplomatischer Mission zum Papst nach Rom. Das Kirchenoberhaupt war so angetan von dem Ebersteiner, dass er ihm eine goldene Rose mit einem blauen Saphir in der Mitte schenkte. Daraufhin wies der Kaiser die Herren von Eberstein an, nun zusätzlich zum Eber die Rose im Wappen zu führen.

Die Wahrheit

Tatsächlich verschenkt der Papst seit dem 11. Jahrhundert goldene Rosen. Personen oder Institutionen, die sich um die Kirche verdient machten, erhielten die Goldschmiedearbeit mit dem blauen Stein traditionell am vierten Sonntag der Fastenzeit. Ein solches Geschenk haben die Ebersteiner aber vermutlich nie erhalten. Außerdem: Die Rose kam nicht später als der Eber ins Wappen, sondern früher. Das Haus Baden, das Teile des Besitzes der Ebersteiner übernahm, hat den Eber erst im 16. Jahrhundert eingeführt.

Luftansicht der Burg Alt-Eberstein; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Die Ruine der Burg Alt-Eberstein aus der Luft.