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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Ulmenanordnung, Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Meukow
Lustgärten in Barockgärten

Die Quincunx

Bestandteil der formal geplanten barocken Gartenanlagen waren auch immer Boskette – Wäldchen aus Bäumen und Hecken, die nach Vorliebe des Barocks geometrisch gepflanzt und beschnitten wurden.

Ulmen in Schwetzingen

Das nördliche Boskett im Schlossgarten Schwetzingen weist eine Besonderheit auf – die sogenannte Quincunx (Fünferanordnung): Innerhalb des Bosketts befindet sich ein weiteres Boskett, in dem die Bäume in gegeneinanderversetzter Baumreihe angepflanzt sind. Hochstämmige Bäume wurden in einem regelmäßigen, rechteckigen Raster gepflanzt – ähnlich einem Schachbrett oder einer Fünf auf dem Würfel.

Schwetzingen Schlossgarten; Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württenberg, Petra Schaffrodt

Blick in den Schwetzinger Schlossgarten.

Neubepflanzung nach historischem Vorbild

Dieses Baumraster wurde in Schwetzingen 2012 mit jungen Flatterulmen neu gepflanzt. Als Vorlage für diese Baumart diente eine aus der Anlagezeit erhaltene Flatterulme am Rand. Diese Originalulme war aber nicht nur hinsichtlich ihres Alterswertes von großer Bedeutung, sondern auch als Dokument und Quelle: Am Stamm konnte der historische, durch Schnitt erreichte Kronenansatz in 3,20 Meter Höhe nachgewiesen werden. Das entspricht exakt dem Pflanzabstand der Bäume.

Gefahr für den Bestand

Da Ulmenbestände durch die Holländische Ulmenkrankheit bedroht sind, wurde die Quincunx in Schwetzingen mit der widerstandsfähigeren Art der Torgauer Flatterulme bepflanzt. Dennoch kam es zu Erkrankungen – die betroffenen Bäume mussten gefällt werden. Zurzeit werden auch Impfungen zum Schutz der Ulmen durchgeführt.

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Baden-Württemberg