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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Monday, 20 August 2018

Rastatt Residential Palace | General

AUSSTELLUNG ÖFFNET AM 7. NOVEMBER

Vor genau 200 Jahren, am 22. August 1818, unterzeichnete Großherzog Karl von Baden in Griesbach im Schwarzwald die badische Verfassung – eine der ersten und freiheitlichsten der damaligen Zeit in Deutschland. Anlässlich seines 200. Todestags und 100 Jahren Ende der Monarchie widmen die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg und das Wehrgeschichtliche Museum Rastatt Großherzog Karl und seinen bis 1918 regierenden Nachfolgern eine Sonderausstellung vom 7. November 2018 bis 10. Februar 2019 im Residenzschloss Rastatt.

1818 / 1918: Ausstellung zu den Großherzögen von Baden ab 7. November

Vor genau 200 Jahren, am 22. August 1818, unterzeichnete Großherzog Karl von Baden in Griesbach im Schwarzwald die badische Verfassung – eine der ersten und freiheitlichsten der damaligen Zeit in Deutschland. Anlässlich seines 200. Todestags und 100 Jahren Ende der Monarchie widmen die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg und das Wehrgeschichtliche Museum Rastatt Großherzog Karl und seinen bis 1918 regierenden Nachfolgern eine Sonderausstellung vom 7. November 2018 bis 10. Februar 2019 im Residenzschloss Rastatt.

DIE GROSSHERZÖGE IN DEN SCHLÖSSERN RASTATT UND FAVORITE
Anlässlich des 200. Todestags von Großherzog Karl von Baden und 100 Jahren Ende der Monarchie widmen sich die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg und das Wehrgeschichtliche Museum Rastatt erstmals ausführlich der Geschichte der beiden Rastatter Schlösser in nachbarocker Zeit. In der Ausstellung „1818/1918. Die Großherzöge von Baden in den Schlössern Rastatt und Favorite“ werden Karls letzte Wochen im Rahmen einer Hörstation mit Zitaten von Zeitgenossen zu verfolgen sein. Thematisiert werden aber auch die Aufenthalte von Karls europaweit regierender fürstlicher Verwandtschaft im Schloss Favorite und das Militär, das im 19. Jahrhundert zunehmend im Rastatter Schloss einzog.

AUSSTELLUNG IN DEN RÄUMEN DES RASTATTER SCHLOSSES
Für die Darstellung der Zeit der Großherzöge werden zahlreiche Exponate zu sehen sein, etwa Gemälde, historische Fotografien, kostbare Porzellane, eine kleine gedeckte Tafel und weitere persönliche Gegenstände aus dem Besitz der Großherzöge und ihrer Familien. Spürbar soll für die Besucherinnen und Besucher außerdem werden, dass sie am authentischen Ort stehen, im Schloss der badischen Herrscher, das in der Zeit des Großherzogtums durch das Militär geprägt wurde. Dies werden verschiedene Objekte aus den Beständen des Wehrgeschichtlichen Museums aufzeigen.

1818 BIS 1918: HUNDERT JAHRE BADISCHE VERFASSUNG
Die Verfassung des seit 1806 existierenden Großherzogtums hatte der badische Finanzrat Karl Friedrich Nebenius ausgearbeitet. Er und weitere Beamte, die sich zusammen mit dem Großherzog in dem kleinen Kurort Griesbach (heute Bad Peterstal-Griesbach) aufhielten, mussten den richtigen Zeitpunkt abwarten, um den bereits schwer kranken Fürsten zur Unterzeichnung des Dokuments zu bringen. Die Verfassung wurde am 22. August unterzeichnet und trat am 29. August 1818 in Kraft. Individuelle Freiheitsrechte wurden darin garantiert. Im Rahmen eines aus zwei Kammern bestehenden Parlaments erhielten in bestimmten Fragen auch die Bürger ein Mitbestimmungsrecht. Rund vier Wochen nach der Unterzeichnung siedelte Großherzog Karl mit seiner Frau Stéphanie, der Adoptivtochter Napoleons, und seinem Gefolge nach Schloss Favorite bei Rastatt über. Ende Oktober zog der Großherzog noch einmal in die nahe gelegene Residenz um. Im dortigen Nordflügel (heute Amtsgericht) starb Karl am 8. Dezember 1818 an „Brustwassersucht“. Knapp 100 Jahre später war die Monarchie in Deutschland zu Ende. Großherzog Friedrich II. von Baden dankte am 22. November 1918 ab.

„1818/1918. Die Großherzöge von Baden in den Schlössern Rastatt und Favorite“
Ausstellung im Wehrgeschichtlichen Museum Rastatt im Residenzschloss Rastatt
7. November 2018 – 10. Februar 2019

Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Wehrgeschichtlichen Museums Rastatt und der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.

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