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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Monday, 20 November 2017

Mannheim Baroque Palace | Other

KAMMERMUSIKREIHE WIRD FORTGESETZT

Seit zwei Jahren beherbergt Schloss Mannheim einen außergewöhnlichen Schatz: sieben Originalinstrumente, die vor 250 Jahren von den Künstlern des berühmten kurpfälzischen Hoforchesters gespielt wurden – im 18. Jahrhundert eines der renommierten Ensembles in ganz Europa. Zu sehen sind die Stücke im Trabantensaal. Nun werden vier von ihnen wieder aus ihrer Vitrine herausgeholt und kommen zum Einsatz: Sie erklingen in einem Kammerkonzert mit dem Cramer-Quartett am 26. November im Rittersaal des Mannheimer Schlosses.

Der Klang des 18. Jahrhunderts in der kurpfälzischen Residenz

Seit zwei Jahren beherbergt Schloss Mannheim einen außergewöhnlichen Schatz: sieben Originalinstrumente, die vor 250 Jahren von den Künstlern des berühmten kurpfälzischen Hoforchesters gespielt wurden – im 18. Jahrhundert eines der renommierten Ensembles in ganz Europa. Zu sehen sind die Stücke im Trabantensaal. Nun werden vier von ihnen wieder aus ihrer Vitrine herausgeholt und kommen zum Einsatz: Sie erklingen in einem Kammerkonzert mit dem Cramer-Quartett am 26. November im Rittersaal des Mannheimer Schlosses.

HISTORISCHER KLANG WIEDER ZU HÖREN
Nicht nur anschauen kann man die Viola, das Violoncello und die fünf Violinen, die mit Zubehör in zwei Vitrinen im Trabantensaal des Mannheimer Schlosses ausgestellt sind. Die Instrumente erklingen am 26. November um 15 Uhr bei einem Kammerkonzert mit dem Cramer-Quartett im Rittersaal des Schlosses – dort, wo auch die berühmte Hofkapelle vor 250 Jahren ihre Konzerte abhielt. Nach dem sehr erfolgreichen Auftaktkonzert im Juni werden die kostbaren Instrumente nun regelmäßig zu hören sein. Die Staatlichen Schlösser und Gärten geben mit den Konzerten der Mannheimer Hofmusik einen festen Patz im Veranstaltungskalender von Schloss Mannheim. Organisiert und veranstaltet werden die Konzerte von der Gesellschaft für Musikgeschichte in Baden-Württemberg, finanziell unterstützt von den Staatlichen Schlössern und Gärten.

RARE ZEUGNISSE AUS MANNHEIMS MUSIKALISCHER GLANZZEIT
Unter der Herrschaft des Kurfürsten Carl Theodor spielte eine der größten und zugleich innovativsten Hofkapellen Europas in der Kurpfalz. In den Siebzigerjahren des 18. Jahrhunderts zählte sie im Schnitt 75 Musiker. Musikliebhaber aus ganz Europa kamen damals in die Kurpfalz, um die Aufführungen des berühmten Hoforchesters mitzuerleben. Die Komponisten und Musiker der „Mannheimer Schule“ bereiteten den Weg für die klassische Musik. Jetzt sind sieben kostbare Instrumente aus dieser Glanzzeit der Kurpfalz im Mannheimer Schloss zu sehen. Die historischen Raritäten stammen aus einer Privatsammlung.

ORIGINALE INSTRUMENTE AUS PRIVATSAMMLUNG
Fünf Violinen, ein Violoncello und eine Viola sind es, die in zwei Vitrinen im Trabantensaal zu bestaunen sind. Fünf Instrumente stammen von den „kurfürstlichen Hofgeigenbauern“ Rauch und Gülich. Jacob Rauch (um 1680–1763) fertigte eine Violine aus den Jahren um 1710 und eine Viola von ca. 1740. Drei Violinen stammen von Mathias Gülich (?–1803), angefertigt 1759, 1778 und 1793. Die Löwenkopfgeige Gotthard Ebners (ca. 1700-1720 in Hallein nachweisbar) und das Violoncello Joachim Tielkes (1641-1719) kamen bereits mit Carl Philipps Hofkapelle aus Innsbruck nach Mannheim. Die kostbaren Instrumente sind Leihgaben von Geigenbaumeister Matthias Kohl aus Heidelberg und werden von ihm fachkundig betreut.

KAMMERKONZERT MIT ORIGINALINSTRUMENTEN
Zu hören sind vier Streichinstrumente in einem Konzert am Sonntag, den 26. November um 15.00 Uhr im Rittersaal von Schloss Mannheim. Unter dem Titel „Musik aus der Residenz“, mit der eine Kammermusikreihe der Gesellschaft für Musikgeschichte in Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Schlössern und Gärten fortgesetzt wird, bringt das Cramer-Quartett neue Erstaufführungen der Mannheimer Schule zu Gehör.

SERVICE

„Musik aus der Residenz“
Wiederentdeckte Streichquartette der Mannheimer Schule – eine Hommage an
ihren Gründer Johann Stamitz

Es spielt das Cramer-Quartett: Thierry Stöckel, 1. Violine; Covadonga Alonso, 2.
Violine; Julien Heichelbech, Viola; Matthias Bergmann, Violoncello

PROGRAMM

JOHANN STAMITZ (1717–1757)
Quartett B-Dur
Allegro – Non troppo presto

FRANZ XAVER RICHTER (1709–1789)
Quartett (G-Dur) op. 5, Nr. 5 (um 1772)
Allegretto – Andante – Vivace

IGNAZ HOLZBAUER (1711–1783)
Quartett c-Moll
Allegro con grazia – Andante – Allegro breve con spirito

CARL STAMITZ (1745–1801)
Quartett (C-Dur) op. 22, Nr. 6 (1783)
Allegro – Non troppo presto

WILHELM CRAMER (1746–1799)
Quartett (A-Dur) op. 4, Nr. 4 (1782)
Allegro – Adagio – Rondo

VERANSTALTUNGSORT
Schloss Mannheim, Rittersaal

TERMIN
Sonntag, 26. November 2017, 15 Uhr

KARTEN
1 Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse; freie Platzwahl

EINTRITT
15 Euro, erm. 10 Euro (Schüler, Studenten), freier Eintritt für Kinder (bis 12 Jahre)

VERANSTALTER
Gesellschaft für Musikgeschichte in Baden-Württemberg e.V.
Barockschloss Mannheim in Kooperation mit den Staatlichen Schlössern und
Gärten Baden-Württemberg

Barockschloss Mannheim
Bismarckstraße, Schloss Mittelbau
68161 Mannheim
info@schloss-mannheim.de

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Der Rittersaal

photo credit

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Armin Weischer

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