A historically significant abbey in scenic surroundings

Hirsau Monastery

Bildnis Johannes Karg, zweiter evangelischer Abt von Kloster Hirsau; Foto: Urheber unbekannt
Evangelischer Abt und Lehrmeister

Johannes Karg

Johannes Karg (1525–1588), genannt Parsimonius, studierte Theologie in Tübingen und Wittenberg bei bedeutenden Lehrern, unter anderem bei Martin Luther. Im Laufe seiner Karriere erreichte er hohe Kirchenämter in Württemberg und war fast 20 Jahre lang Abt von Hirsau.

Bildnis Philipp Melanchthon, Federzeichnung von Albrecht Dürer, 152; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Urheber unbekannt

Melanchthon übte großen Einfluss auf Karg aus.

Was beeinflusste Karg am meisten?

Johannes Karg wurde in eine Phase des Umbruchs hineingeboren. Das gesamte gesellschaftliche Leben seiner Zeit wurde durch den Humanismus und die Reformation geprägt. Bereits in seiner Schulzeit in Augsburg und während des Studiums in Tübingen und Wittenberg kam er mit berühmten Gelehrten wie Jacob Andreae, Caspar Cruciger, Philipp Melanchthon und Martin Luther in Kontakt. Ihre theologischen Ansichten prägten Kargs weitere berufliche Tätigkeit vermutlich am stärksten.

Außenansicht der Schlosskirche im Alten Schloss in Stuttgart; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Steffen Hauswirth

Als Hofprediger und Konsistorialrat war er hier tätig.

Welche Ämter übernahm Karg?

Johannes Karg trat 1552 als evangelischer Theologe in den württembergischen Staatsdienst ein. Zunächst übte Karg das Amt eines Oberdiakons an der Stiftskirche St. Georgen in Tübingen aus, bevor er zum Superintendenten und Stadtpfarrer von Blaubeuren berufen wurde. Wenige Zeit später erfolgte seine Ernennung zum Superintendenten von Bad Cannstatt, Waiblingen und Winnenden. Kurz darauf beförderte ihn Herzog Christoph zum Hofprediger und Konsistorialrat an der Schlosskirche von Stuttgart.

Was tat Karg als Abt von Hirsau?

1569 wurde Karg die Prälatur Hirsau übertragen. In seiner fast 20-jährigen Amtszeit als Abt und Leiter der dortigen evangelischen Klosterschule verfasste er umfangreiche pädagogische und historische Schriften. Für die Schüler seiner Schule schrieb er eigene Lehrbücher. Aus seinen Berichten erfährt man Einiges über den Schulalltag in Hirsau. Heute besonders wertvoll sind seine Beschreibungen der Wandgemälde in der Kirche St. Peter und Paul, der Bibliothek und vor allem der im Jahre 1692 zerstörten Fenstergemälde im Kreuzgang.

Bibliothekssaal in der Marienkapelle von Kloster Hirsau; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

In seinen Schriften beschreibt er den kostbaren Bibliothekssaal in Kloster Hirsau.

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