A Cistercian convent full of treasures

Heiligkreuztal Monastery

Blick in den Kapitelsaal des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Markus Schwerer
Geordnetes Leben für die Nonnen

Klausur und Kreuzgang

Zu Klosterzeiten durften nur die Ordensfrauen Klausur und Kreuzgang betreten. Hier befanden sich alle notwendigen Lebensräume. Heute werden die Klausurgebäude von der Stefanus-Gemeinschaft genutzt und sind teilweise frei zugänglich.

Frühere Zelle der Nonnen von Kloster Heiligkreuztal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Markus Schwerer

Eine ehemalige Zelle in Kloster Heiligkreuztal.

Leben in der Klausur

Die bemerkenswert gut erhaltene Klausur, der Lebens- und Wohnbereich der Nonnen, schließt südlich an die Klosterkirche an und ist in drei Flügeln um den Kreuzgang gruppiert. In der östlichen Klausur liegen der Kapitelsaal und das Winterrefektorium, der Speisesaal. Darüber befanden sich die Schlafräume der Nonnen. In der südlichen Klausur waren das Sommerrefektorium, die Küche, das Archiv und die Bibliothek untergebracht. Der Westteil war für Keller- und Lagerräume vorgesehen.

Blick in das Sommerrefektorium des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Markus Schwerer

Der klösterliche Speisesaal.

Zwei Säle zum Versammeln und zum Speisen

Um 1535 wölbte der Uracher Steinmetz Joseph Schmid den Kapitelsaal und den Speisesaal ein. Im Kapitelsaal versammelten sich die Nonnen täglich, um Klosterangelegenheiten zu beraten, Kapitel aus der Ordensregel zu hören und der Toten zu gedenken. An der West- und Nordwand des Kapitelsaals sind zwei Fresken von 1320 zu sehen die die Gründungslegende des Klosters zeigen. Heute dient der Kapitelsaal als Hauskapelle. Das ehemalige Refektorium wird noch heute als Speisesaal der Stefanus-Gemeinde genutzt.

Kreuzgang der Klosterkirche Heiligkreuztal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Markus Schwerer

Spätgotische Ausstattung im Kreuzgang.

Schöner und komfortabler Kreuzgang

Der Kreuzgang hatte eine wichtige Funktion: Er verband die Kirche mit den Räumen der Klausur. Äbtissin Veronika von Rietheim ließ daher zwischen 1533 und 1542 nicht nur die Klausur, sondern auch den Kreuzgang erneuern. Joseph Schmid schuf ein Netzgewölbe, das auf figürlichen Konsolen ruht. Das Gewölbe wurde mit Pflanzenornamenten bemalt. Außerdem erhielt der Kreuzgang Maßwerkfenster – und wurde so gleich um einiges wärmer. Im östlichen Kreuzgang gab es eine Grablege für Stifterfamilien.

Die Äbtissinnengalerie im Kreuzgang des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Markus Schwerer

Äbtissinnengalerie – eine lange Tradition.

Bilder im Kreuzgang: die Passion Christi und die Äbtissinnen

Im Kreuzgang sind Wandfresken zur Passionsgeschichte überliefert. Sie werden, ebenso wie die Fresken der Klosterkirche, dem „Meister von Meßkirch“ zugeschrieben. Beeindruckend ist die Galerie der Äbtissinnen im Nordflügel: Porträts aller 24 Äbtissinnen mit Namen und Text. Die Galerie wurde von Veronika von Rietheim, der 25. Äbtissin, als Wandmalerei begonnen und von ihren Nachfolgerinnen als Tafelgemälde fortgeführt. Sie demonstrieren eindrücklich die lange Tradition von Kloster Heiligkreuztal.

Detail der Äbtissinnengalerie im Kreuzgang des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Markus Schwerer
Detail der Äbtissinnengalerie im Kreuzgang des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Markus Schwerer

Die künsterlische Gestaltung der frommen Frauen von Kloster Heiligkreuztal.

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