Spaziergang über den Weinbergen

Burgruine Yburg

Luftaufnahme der Yburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende
Wahrzeichen des Reblandes

Die Burg

Oberhalb von Varnhalt, einem der bekannten Weinorte der Stadt Baden-Baden, liegt auf einem Bergkegel die Yburg. Einst gehörte sie den Markgrafen von Baden. Vom Bergfried aus hat man wunderbaren Blick auf das Rebland und den Schwarzwald.

Luftaufnahme der Yburg; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Aus der Luft zu erkennen: die geteilte Anlage.

West- und Ostburg

Eine Ringmauer begrenzt das ellipsenförmige Areal auf dem Yberg. Die Burg, vermutlich von den Markgrafen von Baden selbst erbaut, besteht aus zwei Teilen: der Westburg mit dem Bergfried – dem um 1200 entstandenen Turm – und der Ostburg. Sie kam vermutlich im 13. oder 14. Jahrhundert hinzu.

Außenmauer der Yburg; Foto: Chris Wegehaupt

Die Außenmauer als Schutz vor Angreifern.

Die Grenzen sichern

Die Burg am nördlichen Rand des Schwarzwaldes hatte eine besondere strategische Bedeutung: Sie diente dazu, die südwestliche Grenze der Markgrafschaft Baden-Baden zu sichern. Bewohnt und verwaltet wurde die Burg bis 1369 von so genannten Ministerialen aus der Familie Röder von Rodeck: Sie waren Beamte, die im Dienst der Markgrafen von Baden standen. Später haben Vögte aus verschiedenen Geschlechtern auf der Burg gewohnt.

Porträt des Markgrafen Eduard Fortunat von Baden-Baden; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Eduard Fortunat: eine wichtige Persönlichkeit.

Wechselvolle Geschichte

Im Lauf der Geschichte wurde die Yburg mehrmals zerstört. Noch im frühen 17. Jahrhundert wurde die Burg neu befestigt und gesichert – von den Markgrafen von Baden-Durlach, die 1594 bis 1622 das Land der Baden-Badener besetzten. Der damalige Markgraf Eduard Fortunat von Baden-Baden soll auf der Yburg 1594 eine Alchemistenwerkstatt betrieben und sich an schwarzer Magie versucht haben.

Innenraum des Burgrestaurants; Foto: Chris Wegehaupt

Im Burgrestaurant leicht gemacht.

Entspannen und geniessen

Von 1888 bis 1913 wurde die Burg restauriert und die Gaststätte eingerichtet. Heute kann man die Reste der alten Mauern ganz entspannt genießen: Ob vom Bergfried oder von der Terrasse des Lokals – der Blick auf nahe Weinberge und weit entfernte Höhen macht die besondere Atmosphäre dieses Ortes aus.

TIPP

Von der Yburg hatte man Sichtkontakt zur Burg Hohenbaden – noch heute ist sie vom Bergfried aus zu sehen.

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