Aktuell im November Ausstellung zum Themenjahr

Vom 26. November bis zum 27. Februar ist in Schloss Bruchsal die Sonderausstellung „Kakao und Schokolade – Von der bitteren Frucht zur süßen Leckerei?“ zu sehen. Auf die Gäste wartet eine Sinnesreise, bei welcher die Rohstoffe und die Herstellung im Mittelpunkt stehen. So wird der weite Weg der Kakaobohne von der Plantage in die Verpackung an verschiedenen Stationen verdeutlicht.

Zutaten für Schokolade

Von der Bohne zur Schokolade.

Zu den Ursprüngen

Die Ausstellung begibt sich auf die Spuren der ersten Kakaobauern in Lateinamerika. Schon vor 1500 Jahren wurden die Bohnen von den Mayas angebaut. Im Laufe der Zeit wurden sie zu einem weit verbreiteten Tauschmittel. Auch als Lebensmittel wurden die Bohnen damals schon verwendet. Die Azteken bereiteten daraus ein bitteres, „Xocoatl“ genanntes Getränk zu. Dieses galt aber als Luxusprodukt und war hauptsächlich Adligen und Kriegern vorbehalten. Nach Europa gelangten Kakaobohnen schließlich durch die spanischen Eroberer.

Botanischer Garten Karlsruhe, Kakaobaum

Kakaobaum im Botanischen Garten Karlsruhe.

Echte Arbeit

Die bis zu 15 Meter hohen Kakaobäume benötigen ein tropisch-feuchtes Klima um wachsen zu können. Ihre Samen kennen wir als Kakaobohnen. Heute stammen 70% des verwendeten Kakaos aus Westafrika. Die Plantagen werden fast nur von kleinbäuerlichen Familien betrieben und sichern damit den Lebensunterhalt vieler Menschen. Den Gästen der Ausstellung werden die wichtigsten Arbeitsschritte beim Kakaoanbau nähergebracht. Neben dem Pflanzen gehören dazu das Trocknen und Fermentieren, wodurch die Bohnen veredelt werden.

Museum im Koffer Nürnberg, Kinder beim Herstellen von Süßigkeiten aus Schokolade

Spielerisch lernen Kinder, wie man Kakaobohnen verarbeitet.

In der Schokoladenfabrik

Seit dem 16. Jahrhundert genoss man die Kakaobohne zusammen mit Honig oder Rohrzucker in einem süßen Getränk. Die erste Schokoladentafel wurde schließlich 1847 in Bristol hergestellt. Dafür wurden Kakaobutter, Schokoladenlikör und Zucker vermischt und in eine Form gegossen. In der „Schokoladenfabrik“ der Ausstellung können Kinder die Inhaltsstoffe ihrer Lieblingssüßigkeit kennen lernen und einen Einblick in die moderne Produktion erhalten. Auch eigene Schokolade können die jungen Besucher herstellen. Es existiert ein museumspädagogisches Angebot für Kindergärten, Schulen und Familien.

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