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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Foto: Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Lisa Gagel
Rar, seltsam und gut

Das Küchenbeet

Die Küchengärten von Klöstern und Schlössern dienten verschiedenen Zwecken: einerseits der Selbstversorgung mit besonders seltenem, schmackhaftem Gemüse, andererseits dem Anbau von Pflanzen mit heilenden Kräften.

Schloss Weikersheim, Kräuterbeet; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Küchenkräuter sind auch heute noch im Garten unverzichtbar.

Wegbereiter der Arzneikunde

Klassische Küchengarten waren bereits im Mittelalter hinter Schloss- und Klostermauern zu finden. Meist leicht abseits gelegen, dienten Küchenbeete nicht allein der Selbstversorgung – Mönche und Nonnen verwendeten die verschiedenen Kräuter und Blumen auch für medizinische Zwecke, beispielsweise für die Herstellung von Salben und Tinkturen. Das in den Klöstern jener Zeit angesammelte Wissen diente demnach als Wegbereiter der modernen Pharmakologie.

Schloss Weikersheim, Kräuterbeet; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Blick in den Weikersheimer Garten.

„Delicate Gewächse"

Das hier gezeigte Küchenbeet orientiert sich an Schloss und Schlossgarten Weikersheim, für dessen Küchengarten die 1703 ausgestellte Einstellungsurkunde des „Hochgräflich Hohenlohischen Gärtners“ Caspar Pich festlegte: „Sich uff dasjenige zu befleissigen, was rar, seltsam und guth ist, vor allen Dingen aber Artischocken, Blumenkohl und andere delicate Gewächse zu ziehen, zu bauen und zu pflanzen (…).“