Kommen. Staunen. Geniessen.

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Schloss Bruchsal, Allee; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Günther Bayerl
Flanieren unter schattigen Alleen

Die Rosskastanien

Die Rosskastanie wurde im 16. Jahrhundert aus Konstantinopel in das westliche Europa eingeführt. Dort wurde sie zum beliebtesten Zierbaum für barocke Gärten.

Beliebte Bäume in den Gärten

Aufgrund des aufrechten Stammes, der glatten Rinde, der regelmäßigen Krone, sowie der Blätter und Blüten wurde sie in der zeitgenössischen Literatur für ihre Schönheit gepriesen. Die Alleen, die zur Struktur und Ordnung der barocken Gärten dienten,  wurden im 18. Jahrhundert bevorzugt mit Rosskastanien bepflanzt. Kastanien finden Sie nicht nur im Schlossgarten Weikersheim, den Schlossgärten in Rastatt und dem Schlossgarten Schwetzingen, sondern auch im Schlossgarten Bruchsal. Dieser wurde  durch den Bau der Eisenbahn zerschnitten. Das historische Ausmaß des Gartens kann man aber noch an der Allee erkennen, die sich hinter den Gleisen fortsetzt.

Rosskastaniensamen; Foto: pixabay, gemeinfrei

Die Samen der Rosskastanie mit und ohne Kapsel.

Bedrohte Art

Heute ist die Rosskastanie gefährdet: Neben Bodenverdichtungen und -versieglung sowie Schadstoffbelastung wird das „Kastaniensterben“ vor allem durch das Bakterium Pseudonomas syringae pv. aesculi hervorgerufen. Da die Rosskastanie ein wichtiges Element historischer Gartenanlagen ist, sind die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg sehr um den Erhalt und die Wertschätzung dieses Baumes bemüht. Deswegen können Besucher auch Setzlinge aus dem Kastanienbeet mitnehmen, wenn die BUGA endet.