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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Gartentipp im Februar

Die Pflege naturnaher

Gärten

Naturgärten sind ökologisch sinnvoll und werden immer beliebter. Wie man heimische Gehölze richtig pflegt und wann sie am besten gepflanzt werden sollten, weiß der Schlossgärtner und Leiter des Gärtnerstützpunktes von Schloss Favorite Rastatt.

Schloss Favorite Rastatt; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Gerd Haferkorn

Schloss Favorite Rastatt liegt in einem naturnahen Garten.

Naturschutz im eigenen Garten

Eine Naturhecke mit heimischen Arten bietet Lebensraum und Nahrung für Vögel und Insekten. Als Sicht- und Windschutz erfüllt sie ganz praktische Funktionen. Blütenwiesen sorgen für reichlich Nektar für Schmetterlinge und Bienen. Doch welche Gehölze passen in eine naturnahe Hecke und wie oft muss sie geschnitten werden? Brauchen Blumenwiesen regelmäßig Dünger? Mit diesen Tipps von Kai Uwe Vonderschmitt, Schlossgärtner in Rastatt-Förch, gelingt der Naturschutz im eigenen Garten.

Winterlinde im Schlossgarten Favorite Rastatt; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Baum des Jahres 2016 ist die Winterlinde..

Einheimische Gehölze

Heimische Gehölze für Naturhecken gibt es viele, etwa Feldahorn, Echte Felsenbirne, Hainbuche oder Haselnuss – und viele blühen auch reizvoll: Kornelkirsche, Weißdorn, Pfaffenhütchen, Holunder, Schneeball oder Wildrosen. Weil sie an das lokale Klima und die Bodenverhältnisse angepasst sind, kommen die Gehölze bestens mit den hiesigen Witterungsverhältnissen zurecht. Kombiniert man blühende, fruchtragende und immergrüne Pflanzen, hat man das ganze Jahr über einen abwechslungsreichen Anblick. 

Hecken und Bäume im Frühjahr pflanzen

Heutzutage kann man das ganze Jahr über Containerpflanzen setzen, denn sie verlieren beim Umpflanzen keine Wurzelmasse. Trotzdem eignen sich Frühjahr und Herbst am besten: In diesen Jahreszeiten ist es weder zu kalt noch zu heiß und es regnet meist genügend. Die jungen Pflanzen können nun ausreichend Wurzeln für die Wasseraufnahme ausbilden. 

Schlossgarten Favorite Rastatt; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Bäume und Sträucher in gelungener Abwechslung.

Beim Heckenschneiden ist weniger ist mehr

Naturhecken kommen mit sehr geringer Pflege aus. Ein starker Rückschnitt alle drei bis fünf Jahre genügt, zusätzlich fördert man durch seltenen Schnitt langsamer wachsende Arten. Am besten schneidet man im Winterhalbjahr, denn um brütende Vögel zu schützen, ist der Heckenschnitt von März bis September sogar verboten. Zu kalt darf es beim Rückschnitt nicht sein, am besten eignen sich trockene Tage. 

Wirkungsstätte von Kai Uwe Vonderschmitt.

TIPP

Extratipp von Kai Uwe Vonderschmitt:
Blumenwiese statt englischem Rasen

Blumenwiesen sind eine bunte Alternative zum gewöhnlichen Rasen. Sie sehen nicht nur schön aus, sondern machen auch wenig Arbeit: Ein- bis zweimal jährlich, ab Mitte Juli, wird gemäht. Chemische Düngung oder Bewässerung sind nicht nötig. Lässt man das Mähgut ein paar Tage auf der Wiese liegen, kann es aussamen und man hat im nächsten Jahr wieder eine bunte Blütenpracht.

TIPP

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