Kommen. Staunen. Geniessen.

Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Ausdrucksstark und repräsentativ

Skulpturen im Garten

In barocken Gartenanlagen hatten sie viele Funktionen: Skulpturen gliedern den Garten. Sie geben dem Garten eine Geschichte und heben die Bedeutung seines Eigentümers heraus. Außerdem zeugte ein reichhaltiges Skulpturenprogramm vom Kunstsinn und vom Reichtum des Auftraggebers.

Schlossgarten Schwetzingen, Hirschskulptur;  Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Hirschskulptur in Schwetzingen.

Die Skulpturen von Schwetzingen

Unter den 86 heute noch erhaltenen Figuren fallen die beiden Hirschgruppen am Kreisparterre, Wahrzeichen des Schwetzinger Schlossgartens, besonders auf: Sie wurden zwischen 1766 und 1769 von Peter Anton von Verschaffelt geschaffen. Der Künstler greift das Jagdthema auf, das in der Sommerresidenz von Kurfürst Carl Theodor eine große Rolle spielte. Andere Figuren wie Apoll oder Arion beziehen sich auf persönliche Interessen oder Leistungen des Kurfürsten in Kunst und Musik, Wissenschaft und Literatur.

Vulkanus, Gott des Feuers und der Schmiedekunst, im Schwetzinger Schlossgarten.

Skulptur des Hirtengottes Pan im Schlossgarten Schwetzingen;  Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Steffen Hauswirth

Der Hirtengott Pan.

Der Hirtengott Pan in Schwetzingen

Auch auf Götter kann man im Schwetzinger Schlossgarten treffen, zumindest solche aus Stein. Im nördlichen Boskett, einer künstlichen Wildnis, herrscht die leidenschaftliche Gefühlswelt vor. Hier sitzt er unvermittelt auf einem Felsen aus Tuffstein: Pan, der Gott der Hirten und Schäfer spielt auf der Panflöte und versinnbildlicht Arkadien, das idyllische, glückliche Landleben. Die Suche nach dem Hirtengott lohnt sich, denn Pan fügt sich besonders malerisch in den gestalteten Garten ein.

Der Weikersheimer Schlossgarten ist mit mehr als hundert Sandsteinskulpturen geschmückt.

Die Skulpturen in Weikersheim

Das fast vollständig erhaltene Figurenprogramm stammt von Johann Jakob Sommer und seinen Söhnen – das einheitliche und stimmige Erscheinungsbild ist bemerkenswert. Sie zeigen den barocken Garten als eigene Welt mit dem Grafen von Hohenlohe als Herrscher. Einzigartig und originell ist die Zwergengalerie. Auf der Balustrade am Eingang zum Garten stehen sie – vom Hofjägermeister und der Kammerzofe bis zum Gärtner. Die 16 Zwergenfiguren verkörpern auf humorvolle Weise Angehörige des gräflichen Hofstaates.

Verschiedenste Figuren mit unterschiedlichen Rollen bevölkern den Weikersheimer Schlossgarten.

Vater Rhein, Figur im Garten von Schloss Heidelberg;  Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ursula Wetzel

Vater Rhein in Schloss Heidelberg.

Gartengrotten und Skulpturen in Heidelberg

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts entstand der bedeutendste Renaissancegarten Deutschlands: der Garten des Heidelberger Schlosses. Der bei Zeitgenossen als achtes Weltwunder gepriesene Hortus Palatinus ist noch in Teilen erhalten und lockt jährlich hunderttausende Besucher an. Ein Ensemble aus Wasserspielen, Grotten, Labyrinthen, Pomeranzenhainen und Skulpturen machte ihn für Zeitgenossen zu einer besonderen Attraktion. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Garten zerstört – sein Zauber ging jedoch nicht verloren.

Hellebardier, Figur im Schlossgarten Bruchsal;  Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Skulptur eines Hellebardiers in Bruchsal.

Steinerne Wachen am Bruchsaler Schloss

Die Schlossterrasse der fürstbischöflichen Residenz wird von den niedriger gelegenen Parterrezonen nicht wie in anderen Gärten üblich durch eine Treppe, sondern durch eine Rampe getrennt. Diese Besonderheit ermöglichte dem jagdbegeisterten Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn, mit der Kutsche durch den Garten in den angrenzenden Wald zu fahren. Den Übergang der beiden Bereiche betonen vier Figuren der Hellebardiere mit ihren langen Hieb- und Stoßwaffen, die als „Wächter“ an der Balustrade aufgestellt sind.

Zwölf große Sandsteinfiguren sind in Bruchsal erhalten: Neben den vier Hellebardieren gibt es noch die Figuren der vier Jahreszeiten und die Figuren der vier Elemente. Hier zu sehen: Luft, Wasser und Winter.

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