Werbemotiv zum Themenjahr 2017 der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Rezept im Februar

Nonnenfürzle

Nunnekenfurt – von den Nonnen am besten zubereitet! Ob die Nonnen aus dem Kloster Heiligkreuztal das nach ihnen benannte Gebäck verzehrten, ist unbekannt. Fest steht jedoch, dass es sich um ein traditionelles Fastnachtsgebäck handelt. Die schwäbisch-alemannische Fastnacht hat ihre Wurzeln schon im 13. Jahrhundert!

Kloster Heiligkreuztal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Sven Grenzemann

Die Narrenzeit ist auch die Zeit des klösterlichen Gebäcks.

Bekanntes Fastnachtsgebäck aus dem Kloster

Die Geschichte von Kloster Heiligkreuztal lässt sich bis zu den Anfängen des 13. Jahrhunderts zurückverfolgen. Das vor allem im südlichen Raum von Deutschland bekannte Gebäck passt dabei wörtlich zum ehemaligen Zisterzienserinnenkloster in Oberschwaben. Das „Nonnenfürzle“ ist vor allem in den Februartagen beliebt, da in der schwäbischen Region von Kloster Heiligkreuztal die traditionsreiche Fastnacht ausgiebig zelebriert wird und das süße Gebäck sich zu einem typischen Fastnachtsgebäck entwickelte.

Zutaten für vier Personen

  • 0,25 l Vollmilch
  • 20 g Zucker
  • 80 g Butter
  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • 4 Eier
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 L Ausbackfett

Zubereitung

Zuerst wird zur Milch Salz, Zucker und Butter gegeben, bevor sie aufgekocht wird. Anschließend das gesamte Mehl auf einmal in die Milch dazugeben und ständig rühren, bis sich der Teig am Topf unten weiß einfärbt und sich vom Boden lösen lässt. Danach erst den Topf vom Herd nehmen und die Eier sowie das Backpulver nach und nach in den Teig rühren. Den Teig nun ca. 10 bis 15 Minuten abkühlen lassen.
Nach dem Abkühlen werden kleine Kugeln mithilfe von zwei Teelöffeln aus dem Teig gestochen und in dem heißen Fett ausgebacken.
Die noch heißen „Nonnenfürzle“ können je nach Belieben in Zucker gewendet, mit Puderzucker bestreut oder auch mit Apfelmus serviert werden.

ausgebackene Nonnenfürzle mit Zucker; Foto: wikipedia_gemeinfrei, mufi69

Guten Appetit!

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