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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Dienstag, 22. August 2017

Kloster Alpirsbach | Ausstellungen

REFORMATIONSAUSSTELLUNG VOM 16.9.2017-19.1.2018

Das ehemalige Benediktinerkloster Alpirsbach ist einer der Standorte der großen Ausstellung „Freiheit – Wahrheit – Evangelium. Reformation in Württemberg“, die Mitte September startet. In Alpirsbach öffnet die Ausstellung ihre Tore am 16. September. Für das große Ausstellungsprojekt arbeiten die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg zusammen mit dem Landesarchiv Baden-Württemberg.

Ausstellung zur Reformation in Württemberg ab 16. September in Alpirsbach

Das ehemalige Benediktinerkloster Alpirsbach ist einer der Standorte der großen Ausstellung „Freiheit – Wahrheit – Evangelium. Reformation in Württemberg“, die Mitte September startet. In Alpirsbach öffnet die Ausstellung ihre Tore am 16. September. Für das große Ausstellungsprojekt arbeiten die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg zusammen mit dem Landesarchiv Baden-Württemberg.

AUSSTELLUNG MIT VIER STANDORTEN IM LAND
Zentraler Standort der Ausstellung über die ersten Jahrzehnte der Reformation ist Stuttgart; in den ehemaligen Klöstern Maulbronn, Bebenhausen und Alpirsbach befassen sich jeweils Teile der Ausstellung mit der Geschichte jener Jahrzehnte – direkt am Schauplatz der Ereignisse. Im einstigen Benediktinerkloster Alpirsbach stehen vor allem zwei Themen im Zentrum: Ambrosius Blarer war hier Mönch, bis er sich der Reformation anschloss und später zu einem von zwei bestimmenden Reformatoren in Württemberg wurde. Seine Lebensgeschichte ist die Entdeckung wert. Ebenfalls im Fokus sind die einzigartigen Alpirsbacher Funde aus dieser Zeit, die einen Blick auf den Alltag in genau jenen Jahrzehnten ermöglichen. Ungewöhnlich ist der Blickwinkel der Ausstellung: Er verfolgt nicht nur den Siegeszug des Neuen, sondern zeigt auch, was die Veränderung für diejenigen bedeutete, die beim alten Glauben bleiben wollten.

HIN UND HER DER REFORMATION
1535 kam mit der neuen „Closterordnung“ des Herzogs die Reformation: Man verbot Messe, Beichte, schaffte das Schweigegebot ab und verbot die Aufnahme von Novizen. Die Mönche erhielten eine Abfindung oder eine Stelle im neuen evangelischen Kirchendienst. Zu Anfang war die Entwicklung der Reformation überraschend instabil: Das zeigt sich bereits 1547. Nach der Niederlage der protestantischen Fürsten im Schmalkaldischen Krieg muss der Herzog zulassen, dass die Mönche zurückkehrten. Allerdings hatte man die Klöster inzwischen leergeräumt. In Alpirsbach hinderte das den Konvent nicht, sofort neu zu bauen. Aus diesen Jahren stammt das obere Stockwerk des Kirchturms mit dem Staffelgiebel. Bereits 1555 endet dieses katholische „Interim“ wieder und Alpirsbach wird Klosterschule.

EIN EHEMALIGER ALPIRSBACHER MÖNCH ALS REFORMATOR
Ambrosius Blarer, neben Erhard Schnepf Hauptreformator Württembergs, war hier zunächst einfacher Mönch und dann Prior. Durch seinen Bruder Thomas kam er mit den Schriften Martin Luthers in Kontakt. Von der neuen Lehre überzeugt, floh er 1522 aus dem Kloster, wurde Prediger und Reformator in seiner Heimatstadt Konstanz, wie in benachbarten Reichsstädten. Ab 1534 war er es, der unter Herzog Ulrich die Reformation durchführte und die Klöster im Herzogtum auflöste. Blarer ist eine der Personen der Reformation, die erst seit kurzem in den  Blick der Forschung gerückt sind – und seine Biographie ist es wert, erzählt zu werden.

ZENTRALE AUSSTELLUNG UND SATELLITEN IN DEN KLÖSTERN
In jedem der beteiligten Klöster Maulbronn, Alpirsbach und Bebenhausen werden unterschiedliche Schwerpunkte gezeigt. Der zentrale Standort in Stuttgart bietet die umfassende Einführung und gesamte Geschichte. Damit man alle Aspekte und alle Schauplätze besuchen kann, wird eine Kombikarte angeboten, die für 15 € den Eintritt in alle vier Ausstellungsteile gewährt. Der Start an den einzelnen Standorten variiert jeweils um einen Tag: In Kloster Alpirsbach öffnet die Ausstellung ihre Tore am 16. September. Zu Ende geht  die Schau überall am 19. Januar 2018.

HINWEIS FÜR DIE MEDIEN
Ausstellungseröffnung in Alpirsbach und Presserundgang
Die Eröffnung der Ausstellung in Kloster Alpirsbach findet am Freitag, 15.September, um 17 Uhr statt. Unmittelbar vorher, um 15 Uhr, bieten die Staatlichen Schlösser und Gärten einen Rundgang für die Medien durch die Ausstellung. Für die Ausstellungseröffnung und für den Presserundgang erhalten Sie als die Vertreter der Medien noch eine gesonderte Einladung.

SERVICE UND INFORMATION
„Freiheit – Wahrheit – Evangelium. Reformation in Württemberg“
Eine Ausstellung des Landesarchivs Baden-Württemberg und der Staatlichen Schlösser
und Gärten Baden-Württemberg.

TERMINE
Kloster Alpirsbach: 16.9.2017 – 19.1.2018

Weitere Standorte
Stuttgart, Kunstgebäude: 13.9.2017 – 19.1.2018
Kloster Maulbronn: 14.9.2017 – 19.1.2018
Kloster Bebenhausen: 15.9.2017 – 19.1.2018

EINTRITTSPREISE
Kombiticket (Stuttgart und Klöster) 15 €, ermäßigt 7,50 €
Einzeleintritt Alpirsbach 6 €, ermäßigt 3,00 €

Die Ausstellung wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann.

Anlässlich des Reformationsjubiläums bilden die Institutionen an der Kulturmeile Stuttgart eine gemeinsame „Reformationsmeile“ mit einem vielseitigen Programm: www.reformationsmeile-stuttgart.de Für die Führung ist eine telefonische Anmeldung erforderlich (Tel. 0 74 44 51 0 61).

SERVICE UND INFORMATION
KONTAKT
Kloster Alpirsbach
Infozentrum/Klosterkasse
Klosterplatz 1
72275 Alpirsbach
Tel. +49(0)74 44.5 10 61
info@kloster-alpirsbach.de

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