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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Donnerstag, 27. April 2017

Neues Schloss Meersburg | Führungen & Sonderführungen

AUSFLUG IN DIE GESCHICHTE DER REFORMATION

Das Neue Schloss Meersburg, die barocke Residenz der Fürstbischöfe von Konstanz, beeindruckt noch heute mit seinem monumentalen Treppenhaus, seinem prunkvollen Festsaal – und mit einem überwältigenden Panoramablick über den Bodensee. Ein Besuch des Schlosses lohnt sich immer, ganz besonders aber jetzt im Frühling. In diesem Jahr richtet sich im Neuen Schloss Meersburg, wie in vielen weiteren Monumenten im Land, der Blick auf die Reformation und ihre Folgen: Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg haben 2017 das Themenjahr „ÜBER KREUZ. Reformation und Gegenreformation in Klöstern und Schlössern“ ausgerufen. Zwei besondere Führungen präsentieren das Meersburger Neue Schloss in diesem ungewöhnlichen Blickwinkel.

Glanzvolle Räume mit Panoramablick: Pracht im Dienst der Gegenreformation

Das Neue Schloss Meersburg, die barocke Residenz der Fürstbischöfe von Konstanz, beeindruckt noch heute mit seinem monumentalen Treppenhaus, seinem prunkvollen Festsaal – und mit einem überwältigenden Panoramablick über den Bodensee. Ein Besuch des Schlosses lohnt sich immer, ganz besonders aber jetzt im Frühling. In diesem Jahr richtet sich im Neuen Schloss Meersburg, wie in vielen weiteren Monumenten im Land, der Blick auf die Reformation und ihre Folgen: Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg haben 2017 das Themenjahr „ÜBER KREUZ. Reformation und Gegenreformation in Klöstern und Schlössern“ ausgerufen. Zwei besondere Führungen präsentieren das Meersburger Neue Schloss in diesem ungewöhnlichen Blickwinkel.

DIE BISCHÖFE VERLASSEN KONSTANZ
Die alte Bischofsstadt Konstanz hatte sich 1527 der Reformation angeschlossen. Die Fürstbischöfe, deren Verhältnis zur Stadt schon länger von Streitigkeiten geprägt war, verließen schließlich Konstanz, wo sie seit Jahrhunderten residierten – zu groß waren die Spannungen. Die geistlichen Herren zogen ans andere Seeufer: In Meersburg gehörte die Alte Meersburg zu ihrem Besitz. Es sollte zwei Jahrhunderte dauern, bis in der Seestadt das barocke Neue Schloss als Residenz der Fürstbischöfe entstand.

DER „VATER“ DES NEUEN SCHLOSSES
Der tatkräftige und ambitionierte Fürstbischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg, 1740 zum Bischof gewählt, war es, der den Entschluss fasste, die Meersburger Residenz zu erweitern – mit Gebäuden, die er neben der alten Burg bauen ließ. Dabei ging es ihm jedoch nicht in erster Linie um Repräsentation. Es fehlten vor allem Räume für die Behörden. So zogen im „Neuen Bau“ die Kanzlei, die Ober- und Untervogtei sowie die Registratur ein. Dennoch zeigte der große Neubau Wirkung: Damals entstand die einzigartige Meersburger Seefassade, bestehend aus dem langgestreckten Priesterseminar und dem Neuen Schloss mit Garten und Teehäuschen. Ein Anblick, der auf die Seesicht berechnet ist, vom Konstanzer Ufer aus gut sichtbar – und eine prächtige barocke Stadtkrone, die bis heute zahlreiche Gäste nach Meersburg lockt.

BAROCKE RESIDENZ MIT SEEBLICK
Die markanten Bauwerke Meersburgs sind jedoch nicht nur Fürstbischof Johann Franz von Stauffenberg, sondern auch seinem Baumeister Christoph Gessinger zu verdanken. Gessinger war bereits als Feldmesser am fürstbischöflichen Hof tätig gewesen und plante nun nach den Wünschen Stauffenbergs einen Erweiterungsbau, das spätere Neue Schloss. Bis heute thront die barocke Residenz hoch über dem Bodensee. An der Ausstattung der Schlossräume waren die bekanntesten Künstler ihrer Zeit beteiligt.

SONDERFÜHRUNGEN IM THEMENJAHR „ÜBER KREUZ“
Die Staatlichen Schlösser und Gärten lenken in diesem Jahr den Blick auf die historischen Schauplätze der Reformation und der Gegenreformation im Land. Das Meersburger Neue Schloss ist mit dabei. Bei besonderen Führungen kann man den barocken Prachtbau unter diesem ungewöhnlichen Aspekt entdecken. „Prunk als Protest“ lautet der Titel einer Führung, in der man die kostbar ausgestatteten Schlossräume ganz anders sehen lernt: herrschaftlicher Glanz im Dienst der Gegenreformation. Eine weitere Führung dreht sich um Reformation und Gegenreformation am fürstbischöflichen Hof: „Vom ‚falschen‘ und vom ‚rechten‘ Glauben“ lautet ihr Titel. Bei dieser Führung öffnen sich auch die Türen zu sonst unzugänglichen Räumen, etwa zur Kapelle im ehemaligen Priesterseminar. Beide Führungen finden jeweils an mehreren Terminen statt. Für beide ist eine telefonische Reservierung empfohlen.

SERVICE UND INFORMATION
PRUNK ALS PROTEST
Barocke Repräsentation und Gegenreformation
Sonderführung mit Jutta-Maria Ebersbach

TERMINE
Sonntag, 7. Mai 2017, 16.00 Uhr
Sonntag, 2. Juli 2017, 16.00 Uhr
Sonntag, 27. August 2017, 16.00 Uhr

VOM "FALSCHEN" UND VOM "RECHTEN" GLAUBEN
Reformation und Gegenreformation am fürstbischöflichen Hof
Sonderführung mit Dr. Thomas Hirthe

TERMINE
Sonntag, 28. Mai 2017, 16.00 Uhr
Sonntag, 18. Juni 2017, 16.00 Uhr (Schlosserlebnistag)
Sonntag, 23. Juli 2017, 16.00 Uhr
Sonntag, 13. August 2017, 16.00 Uhr
Sonntag, 24. September 2017, 16.00 Uhr
Sonntag, 22. Oktober 2017, 16.00 Uhr

TICKETS
Erwachsene 10,00 €, ermäßigt 5,00 € , Familien 25,00 €
Gruppen (ab 20 Personen) pro Person 9,00 €

KONTAKT
Neues Schloss Meersburg
Schlossplatz 12
88709 Meersburg
Telefon +49(0)75 32.80 79 41 0
info@neues-schloss-meersburg.de

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